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Bauausschuss

21.04.2015

660000 Euro für 430 Meter Straße

Die Waldseestraße in Illerzell wird erneuert und erhält auch ein anderes Gesicht. Die Planungen wurden jüngst im Bauausschuss des Vöhringer Stadtrats vorgestellt.
Bild: Ursula Katharina Balken

Waldseestraße im Ortsteil Illerzell wird ausgebaut

Die Waldseestraße in Illerzell ist nicht in bestem Zustand. Deshalb steht eine Neugestaltung an. Im Bauausschuss wurden erstmals die Planungsvarianten vorgestellt. Davon gibt es drei. Die Kosten wurden grob geschätzt und belaufen sich je nach Ausführung von rund 660000 Euro, 853000 Euro bis zu 902000 Euro. Beauftragt mit der Ausarbeitung ist das Ulmer Ingenieurbüro Wassermüller.

Dieser Straßenausbau sieht eine Ausführung mit angrenzenden Versickerungsmulden vor. Dazu muss man wissen, dass anfallendes Regenwasser auf der Straße versickert werden oder in einem gesondert ausgeführten Entwässerungskanal abgeleitet werden muss. Es gibt keinen Mischwasserkanal. Die Fahrbahn wird in Asphalt ausgeführt und angrenzende Restflächen werden als versickerungsfähige Pflasterbauweise oder als Grünfläche dargestellt. Parkmöglichkeiten sind ausgewiesene Stellplätze oder auf den Versickerungsmulden in Pflasterausführung. Einengungen oder Bäume sollen als Verkehrsberuhigung dienen und die lange Straßenansicht brechen. Tempo 30 ist vorgesehen. Da die Waldseestraße eine reine Anliegerstraße ist, wird von den Planern mit einem sehr geringen Verkehrsaufkommen gerechnet. Die Anlegung eines Gehwegs ist angesichts der benötigten Fläche für die Versickerung nicht möglich, aber aufgrund des nur geringen Verkehrs auch nicht nötig. Kosten grob: 659 000 Euro.

Auch hierbei soll die Straße in Asphaltbauweise gebaut werden. Die Entwässerung der Straße erfolgt in diesem Fall durch den Einbau eines gesonderten Kanals. Das Regenwasser könnte dann über den Regenwasserkanal in den Illerkanal geleitet werden.

Im Bereich der Abzweigung zur Dammstraße könnte ein Minikreisel entstehen. Parken wäre hier auf ausgewiesenen Stellflächen vorgesehen oder auch auf der Straße selbst. Durch Baumanpflanzungen (von den Planern Baumquartiere genannt), Einengungen und Grünflächen soll das Erscheinungsbild der Straße aufgelockert werden und zu einer Verkehrsberuhigung führen. Ebenfalls ist Tempo 30 geplant. Baukosten grob: 902 500 Euro.

Die sieht eine Straßenführung mit angrenzendem Gehweg auf der Ostseite vor. Fahrbahn und Gehweg würden in Asphaltbauweise ausgeführt. Auch mehrere Bäume sollen zu einer Verengung der Fahrbahn führen. Die Entwässerung der Straße erfolgt durch einen Kanal. Tempo 30 ist angesagt. Kosten grob: 853 000 Euro.

Bürgermeister Karl Janson ließ erkennen, dass man an die Anlieger denken müsse, die ja mit zur Kasse gebeten werden, und sich nicht für die kostenträchtigste Lösung entscheiden sollte.

Die Anlieger – einige waren zur Ausschusssitzung erschienen – machten ihrem Ärger bei den teuren Lösungen Luft. Jetzt werden in einer Anliegerversammlung die Meinungen zu den verschiedenen Varianten gehört.

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