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Iller

02.06.2014

7000 junge Äschen eingesetzt

Äschen-Besatz im Gewässerabschnitt der Iller unterhalb des Kraftwerks nahe Altenstadt: Unser Bild zeigt (von links) Wolfgang Schlegel, Ulrich Weilinghaus, den Geschäftsführer der Fischereigenossenschaft Untere Iller Norbert Frank und den Vorsitzenden des Fischereivereins Altenstadt, Dietmar Wagner.
Bild: Armin Schmid

Fischer hoffen, dass sich der Bestand bald erholt

Die Äsche war und ist ein typischer Fisch der Iller. Wie auch in anderen Flüssen ist der Bestand jedoch so stark zurückgegangen, dass der Fisch bereits auf die Rote Liste bedrohter Arten gesetzt wurde.

Um der Äsche auch in der Iller wieder eine Chance zu geben und den Bestand aufzubauen, hat die Fischereigenossenschaft Untere Iller nun rund 7000 ein- und zweisömmrige Jungfische zwischen Senden und Memmingen in die Iller eingesetzt.

Die durch die Sünden der Vergangenheit (Begradigung ab 1853) geschundene Iller wird in einer gemeinsamen Aktion der Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg saniert. Zwischenzeitlich sind im Rahmen der Aktion mehrere Raue Rampen und Sohlschwellen und im Vöhringer Bereich auch ein „offenes Deckwerk“ geschaffen worden.

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Speziell in dem Bereich, wo offenes Deckwerk eingebracht worden ist, stellen die Fachleute schon seit einiger Zeit wieder Äschen-Nachwuchs fest. Durch das Millionen-Programm soll die Iller wieder ein Stück weit zum Wildfluss werden beziehungsweise als solcher erhalten bleiben.

Um der Äsche wieder einen Lebensraum zu geben, hat der Regierungsbezirk Schwaben ein Artenhilfsprogramm ins Leben gerufen. „Seit dem Jahr 2008 setzt sich die Fischereigenossenschaft Untere Iller tatkräftig für eine Steigerung der Äschen-Population ein“, betonte der Geschäftsführer Norbert Frank.

So wurden auch in diesem Jahr rund 12 000 Euro eingesetzt, um die 7000 Jungfische einsetzen zu können.

Kormorane und Gänsesäger bereiten den Fischern Sorge

Etwas Sorge bereiten den Fischerfreunden der Unteren Iller allerdings die Kormorane und Gänsesäger, die dem Fischnachwuchs nachstellen und den Bestand wieder dezimieren. (sar)

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