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Unterallgäu

15.12.2019

90.000 Euro Schaden: Feuerwehr löscht Brand in Kirchhaslach

Die Feuerwehr wurde zu einem Dachstuhlbrand in Kirchhaslach gerufen.
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Die Feuerwehr wurde zu einem Dachstuhlbrand in Kirchhaslach gerufen.
Bild: Wilhelm Schmid

In Kirchhaslach im Unterallgäu ist am Sonntagabend ein Dachstuhl in Brand geraten. Zahlreiche Kräfte waren im Einsatz, um das schwelende Feuer zu löschen.

Die Flammen loderten meterhoch in den Nachthimmel: In einem der markantesten Gebäude in Kirchhaslach, im ehemaligen Dorfgasthof „Krone“, ist am Sonntagabend Feuer ausgebrochen. Als die Feuerwehren eintrafen, so berichtete es Bürgermeister Franz Grauer, hatten die Flammen bereits das Dach auf der Südseite des Hauses durchschlagen, welches gleich neben der Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt, am Beginn der Breitenbrunner Straße, gelegen ist. Die Polizei teilte am Montag mit, dass sich die Schadenshöhe des Dachstuhlbrands auf etwa 90 000 Euro beläuft. Die Ermittler gehen davon aus, dass ein technischer Defekt an einem Nachtspeicherofen die Ursache war.

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Nachbarn brachten Bewohnerin in Sicherheit

Dem Polizeibericht zufolge hatten zwei Nachbarn gegen 20 Uhr bemerkt, dass Rauch vom Dachstuhl des Hauses im Kirchhaslacher Ortszentrum aus aufstieg. Die Nachbarn konnten die 80-jährige Bewohnerin glücklicherweise unverletzt aus dem Gebäude bringen.

Das Feuer breitete sich offensichtlich im Obergeschoss aus und erfasste den Dachstuhl. Die alarmierten Feuerwehren bekämpften den Brand zunächst von einer Drehleiter aus. In der Folge löschten sie den Brand auch vom Gebäudeinnern aus. Unter Einsatzleitung des Kirchhaslacher Kommandanten Patrick Blöchl gelang es der einheimischen Wehr zusammen mit Unterstützungskräften aus Babenhausen und der Umgebung, das offene Feuer relativ schnell zu löschen.

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Der Brand hinterließ ein Loch im Dach des Gebäudes.
Bild: Wilhelm Schmid

Wie Kreisbrandmeister Josef Heinzler, der die Einsatzleitung beriet, erklärte, gestaltete sich allerdings der weitere Einsatz schwierig. Denn das Feuer hatte sich im sogenannten „Fehlboden“, also in der Isolierschicht zwischen der Decke des Obergeschosses und dem Boden des Dachgeschosses, festgesetzt und schwelte dort weiter.

Arbeiten dauerten bis in die Nacht hinein

So mussten die Feuerwehrler den Boden unter Einsatz von schwerem Atemschutz öffnen und stückweise ablöschen. Ein Teil der Dachplatten wurde schließlich von der Drehleiter der Feuerwehr Babenhausen aus entfernt. Die Einsatzkräfte mussten immer wieder abgelöst werden, sodass die Einsatzleitung weitere Wehren mit Atemschutzträgern aus der Umgebung nachalarmieren ließ. Ein Atemschutzträger musste wegen Kreislaufproblemen vom Rettungsdienst versorgt werden.

Die Arbeiten zogen sich bis in den späten Abend hin. Noch während der Einsatz lief, wurde der Kriminaldauerdienst der Kriminalpolizeiinspektion Memmingen hinzugezogen. Dessen Fachleute nahmen erste Ermittlungen zur Brandursache auf. Inzwischen sind Brandermittler der Kripo Memmingen mit dem Fall betraut.

Laut Kreisbrandmeister Heinzler waren insgesamt rund 120 Feuerwehrleute von sieben Wehren im Einsatz: aus Kirchhaslach, Babenhausen, Herretshofen, Kettershausen, Klosterbeuren, Oberschönegg und Olgishofen. Auch die Kreisbrandinspektion, ein Rettungswagen und mehrere Streifen der Polizeiinspektion Memmingen waren in Kirchhaslach vor Ort.

Die Suche nach Glutnestern gestaltete sich schwierig.
Video: Wilhelm Schmid
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