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Unterallgäu

14.09.2018

Ab Januar gibt es die Gelbe Tonne im Unterallgäu

Die Gelbe Tonne wird ab Oktober im Unterallgäu ausgeliefert.
Bild: Bernhard Weizenegger (Symbolbild)

Ausgeliefert wird der Behälter bereits ab Oktober. Später soll er alle vier Wochen geleert werden.

Die Tage des Gelben Sacks sind im Landkreis gezählt: Ab 1. Januar müssen Unterallgäuer die bisher darin gesammelten Verpackungen nicht mehr zum Wertstoffhof fahren, sondern sie über eine Gelbe Tonne entsorgen. Diese wird dann wie Restmüll-, Bio- oder Altpapiertonne vor der Haustür geleert. Bezahlen muss man für diesen Service nichts, wie Edgar Putz, Leiter der Kommunalen Abfallwirtschaft des Landkreises, betont. Ab Anfang Oktober werden die neuen Tonnen ausgeliefert, geleert werden sie ab Januar alle vier Wochen. Die jeweiligen Termine für die Gemeinden werde die Abfallwirtschaft rechtzeitig bekannt geben.

Hintergrund für den Umstieg von einem Bring- auf ein Holsystem ist laut Putz, dass die Vereinbarung mit den Dualen Systemen – den Betreibern der Rücknahmesysteme für Verpackungen – Ende 2018 ausläuft. Darum mussten sich Umweltausschuss und Kreistag im vergangenen Jahr damit befassen, wie es ab 2019 mit der Entsorgung von Verpackungen im Unterallgäu weitergeht. Die Räte sprachen sich für die Einführung der Gelben Tonne aus. (Lesen Sie dazu: 2019 soll die Gelbe Tonne kommen ).

Der Gelbe Sack im Bringsystem habe sich wegen Änderungen im Verpackungsgesetz nicht mehr angeboten, so Putz. Zudem hätten sich die Unterallgäuer bei einer Befragung 2017 mit deutlicher Mehrheit für die Gelbe Tonne ausgesprochen. Die Befragten beurteilten die Tonne als bequem und sahen es als Vorteil an, die Verkaufsverpackungen nicht mehr zum Wertstoffhof fahren zu müssen. In den vergangenen Monaten handelte die Abfallwirtschaft daraufhin mit den Dualen Systemen Details aus. Das Ergebnis: Die Gelbe Tonne kommt ab 1. Januar 2019. An sieben Sammelstellen im Landkreis können zudem weiterhin Verkaufsverpackungen abgegeben werden. Und: Styropor kann auch weiterhin zu allen 23 Wertstoffhöfen im Landkreis und zur Umladestation Breitenbrunn gebracht werden – genau wie Altpapier, verpackungsfremde Kunststoffe und Altbatterien, betont Putz.

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Verteilt wird die Gelbe Tonne in den kommenden Wochen als 240-Liter-Gefäß beziehungsweise 1100 Liter fassender Großbehälter an alle Haushalte, Wohnanlagen und Firmen, die eine Restmülltonne angemeldet haben – insgesamt sind das rund 52000 Stück. Damit beauftragt haben die Dualen Systeme die Firma WRZ Hörger mit Sitz in Sontheim an der Brenz, die auch in Stetten eine Niederlassung hat. Als „sportliche Herausforderung“ bezeichnet Putz die verbleibende Zeit zwischen dem Ende der Verhandlungen und dem notwendigen Start der Gelben Tonne im Januar. Da die Zeit drängt und wegen des hohen Zuspruchs für die Gelbe Tonne im Rahmen der vorausgegangenen Bürgerbefragung habe man bewusst auf ein Anmeldeverfahren verzichtet. „Anders wäre die Verteilung bis Januar nicht zu bewältigen“, so Putz.

Was aber, wenn jemand keine Gelbe Tonne will? In diesem Fall müsse man dies der Firma WRZ Hörger bis 28. September mitteilen, so Putz. Dann werde die Tonne gar nicht erst geliefert. Verpackungen trennen müsse man in diesem Fall aber trotzdem – und sie weiterhin selbst zum Wertstoffhof bringen.

Ab Januar dürfen nur noch sieben statt der bisher 24 Sammelstellen im Landkreis die Verkaufsverpackungen annehmen: die Wertstoffhöfe in Babenhausen, Bad Wörishofen, Legau, Markt Wald, Mindelheim und Ottobeuren sowie die Umladestation in Breitenbrunn.

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