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Dirigentenwechsel

19.06.2018

Abschied mit Überraschungen

Beim Abschiedskonzert der Dirigentin Hedwig Weixler gab die Chorgemeinschaft St. Martin Winterrieden einen kleinen Einblick in das Repertoire.
Bild: C. Bader

Winterrieder Sängergemeinschaft gibt Konzert

Dieses Konzert wird in Winterrieden sicher lange nachklingen. Was die Chorgemeinschaft St. Martin zur Verabschiedung ihrer langjährigen Dirigentin Hedwig Weixler zur Aufführung brachte, übertraf sämtliche Erwartungen. Gemeinsam mit dem Vokalensemble „Quattro al dente“ und jungen Solisten des Musikwerks Babenhausen (Mubab) präsentierte die Sängerschar ein Programm mit vielen Glanzpunkten. Gleichzeitig zeigte es die Wertschätzung gegenüber Weixler, die den Chor 22 Jahre lang mit Können, Einfallsreichtum und Motivation geleitet hatte.

Die Besucher, welche die Festhalle bis auf den letzten Platz füllten, durften sich unter dem Motto „Nette Begegnung“ überraschen lassen. Vor allem imponierte das Repertoire, das sich die Chorgemeinschaft unter Weixlers Führung erarbeitet hat. Mit dem Stück „I bin e Schwob“ pflegten die rund 30 Sängerinnen und Sänger zum Auftakt Mundart und Humor, ehe sie im Nena-Hit „Wunder geschen’n“ und der Vertonung des Gedichts „Spuren im Sand“ Akzente setzten. Im südafrikanischen Zulu-Lied „Siyahamba“ entlockte Weixler ihrem Chor bewundernswertes Klangvolumen. Darauf folgte ein schwungvoller Gospel.

Welches Spektrum des A-cappella-Gesangs sich mit nur vier Stimmen und ohne Instrumentalbegleitung erzeugen lässt, zeigte das Vokalensemble „Quattro al dente“: Sandra Kalischek (Sopran), Marianne Heisig (Alt), Alfred Maucher (Tenor) und Andreas Wildermuth (Bass). Sowohl in einer „Intrada a capella“ als auch dem Klassiker „Sah ein Knab ein Röslein steh’n“ und der modernen Komposition „Zeit“ waren stimmliches Können, Disziplin und rhythmische Sicherheit spürbar. Aus bekannten Songs wie „Can’t help falling in love“, „Only you“ und „Here comes the sun“ sprudelte die Freude, die das Quartett am Singen hat, geradezu heraus. Zwischendurch traten junge Solisten des Mubab auf. Sowohl an Trommeln und Cajons als auch im sechs- und achthändigen Klavierspiel zeigten sich die Mädchen und Buben unter Leitung von Sandra Kalischek in ihrem Element.

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Nachdem die Chorgemeinschaft mit „Un Poquita Samba“ zum Schluss brasilianisches Temperament in die Halle gezaubert hatte, wollte Weixler eigentlich ihr letztes Lied dirigieren. Doch sie hatte die Rechnung ohne die Sänger gemacht.

Diese hatten für ihre „Hedi“ ein besonderes Abschiedslied arrangiert. Als weitere Überraschung verstärkten anschließend ehemalige Mitglieder den Chor, um unter Leitung von Weixlers Vorgänger Josef Freudling mit der Weise „Als Freunde kamen wir“ Dank und Anerkennung zum Ausdruck zu bringen. (clb)

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