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Abschluss an der Berufsschule

20.07.2013

Achtmal ein glatter Einser

Feier für 154 Absolventen. Bei 24 liegt der Notenschnitt unter 1,5

Illertissen In der historischen Schranne hat die Staatliche Berufsschule insgesamt 154 Absolventen verabschiedet. Damit wurden 34 Bürokaufleute, 26 Verkäuferinnen und Verkäufer, 38 Kaufleute im Einzelhandel, 28 Industriekaufleute, ein Teilezurichter, zwei Maschinen- und Anlagenführer, zwölf Industriemechaniker sowie 13 Helferinnen und Helfer für Ernährung und Versorgung ins Wirtschaftsleben entlassen.

Den Festakt stimmte Religionslehrer Gerhard Müller mit einem geistlichen Impuls ein. Er spielte die berühmte Geschichte von dem Professor nach, der einen großen Topf mit Golfbällen füllte. Im vollen Gefäß gab es dann noch Platz für Kieselsteine und auch für Sand, die sich in den Hohlräumen verteilten. Sogar der Inhalt von zwei Flaschen Bier wäre noch unterzubringen gewesen. Das verdeutlichte: Die Golfbälle stehen für das Wichtigste im Leben, Familie, Gesundheit, Freunde. Ihnen muss immer vorrangig Platz eingeräumt werden. Die anderen Dinge, wie die Arbeit, Haus und Auto werden durch die Kieselsteine symbolisiert. Der Sand ist der aus Kleinigkeiten bestehende Rest. Ein umgekehrtes Befüllen erbrächte nicht das gleiche Ergebnis, da würde Platz für das Wichtigste fehlen.

Seiner Rede zur Abschlussfeier stellte Direktor Josef Petz die wegweisenden Worte des einstigen UN-Generalsekretärs Dag Hammars-kjölds voran: „Sorge nicht, wohin dich der einzelne Schritt führt: Nur wer weit blickt, findet sich zurecht.“ Die Absolventen seien den Weg der dualen Ausbildung gegangen und hätten ihn bis zum Schluss verfolgt. Am Ziel angekommen, eröffneten sich jetzt neue Wege. Manche hätten bereits Verträge in der Tasche, bei anderen sei das noch nicht so weit. „Wie sich die Seefahrer im 16. Jahrhundert am Sternenhimmel orientierten und ohne Navigationsmittel in ferne Länder aufbrachen, solltet ihr euch in der Fantasie eure berufliche Zukunft ausmalen.“ Da müsse das Wort Hammarskjölds zielweisend sein. „Jetzt aber ist erst mal ein Grund zum Feiern, denn das Erreichte kann stolz machen.“

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Schulsprecherin Natascha Herbst munterte auf, indem sie nach der Gratulation zum Erfolg das erforderliche Selbstvertrauen im kommenden Arbeitsalltag wünschte. Das Höchste, ein ganzes Leben Glücklichmachendes, sei die Liebe zum Beruf.

„Erfreut euch an dem, was ihr erreicht habt“

Stellvertretender Landrat Roland Bürzle rief den Absolventen zu: „Erfreut euch an dem, was ihr erreicht habt, wie auch an euren Plänen. Verfolgt die Ziele konsequent, aber bescheiden. Seid vorsichtig bei den Geschäften, denn die Welt ist voller Tricks. Dabei sollte aber das Gute nicht aus den Augen verloren werden“, ergänzte er.

Bürgermeisterin Marita Kaiser gratulierte zum erfolgreichen Abschluss in der Schulstadt Illertissen und in der Bildungsregion Neu-Ulm. „Sie haben sich in Theorie und Praxis immer wieder neuen Herausforderungen gestellt und stets neu bewiesen. Machen Sie weiter so, des Lernens wird kein Ende sein.“

Im Festakt, der von Sonja Sanders, Flöte, und Stefan Barcsay, Gitarre, von der Berufsfachschule für Musik in Krumbach zur Hitze passend mit südamerikanischen Klängen umrahmt wurde, endete mit der Ehrung der besten Absolventen, mit der Übergabe der „Best-Azubi“Awards und der Zeugnisse.

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