Newsticker

Höchster Stand seit Mai: Robert-Koch-Institut meldet 1226 Corona-Neuinfektionen
  1. Startseite
  2. Lokales (Illertissen)
  3. Adler-Sanierung in Illertissen: Wie würden Sie entscheiden?

Adler-Sanierung in Illertissen: Wie würden Sie entscheiden?

Adler-Sanierung in Illertissen: Wie würden Sie entscheiden?
Kommentar Von Rebekka Jakob
07.07.2020

Plus Zwei ganz unterschiedliche Lösungen für die Sanierung des markanten Illertisser Gebäudes liegen auf dem Tisch. Aber so einfach wie gedacht ist die Entscheidung nicht.

Es hört sich eigentlich ganz einfach an: Zwei Varianten liegen auf dem Tisch, wie das markante Adler-Gebäude im Herzen der Stadt zukunftsfit gemacht werden könnte. Die eine Variante nimmt alles auf, was sich die bisherigen und künftigen Nutzer des Hauses wünschen. Die andere setzt in einer doch eher freien Interpretation der Vorgaben ganz andere Schwerpunkte. Die eine Variante lässt Raum für eine weitere Entwicklung nebenan, wo in naher Zukunft die Feuerwehr aus- und eventuell ein Digitales Bürgerzentrum des Landkreises einziehen könnte. Die andere verschärft ein Stück weit das Parkplatzproblem – und schränkt die spätere Gestaltung deutlich ein. Variante eins dürfte den gesetzten Finanzrahmen einhalten – welche Kosten durch Variante zwei entstehen, ist noch nicht abzuschätzen.

Die Finanzplanung in Illertissen sieht nicht mehr ganz so schön aus

Wie würden Sie entscheiden – nicht zuletzt mit dem Wissen, dass die schöne Finanzplanung der Stadt dieses Jahr durch die Corona-Krise und sehr wahrscheinlich sinkende Steuereinnahmen nicht ganz so schön ausfallen wird? Klingt einfach, ist es aber nicht. Denn das Nest des „Adler“ liegt eben auch mitten im Herzen der Stadt – neben Rathaus und Schranne, am Fuß der Vöhlinstraße. Eine markantere Stelle gibt es kaum – vom Schloss einmal abgesehen. Hier schauen Einheimische und Besucher besonders genau hin, hier soll es auch in den nächsten Jahren, wenn Corona hoffentlich irgendwann Geschichte und die Folgen verdaut sind, einer wachsenden Stadt würdig und repräsentativ aussehen.

Nach dem Aussehen des Stadtkerns hatte keiner gefragt

Die Frage danach, wie sich Illertissens Kernensemble präsentiert, hatte jedoch keiner den Architekten beim Wettbewerb um die Neugestaltung des Gebäudes gestellt. Und einen Saal, den der Erschaffer von Variante zwei mit einem eigenen Anbau in den Mittelpunkt seiner Überlegungen gestellt hat, definitiv auch nicht. In der Schule würde man von einer Thema-Verfehlung sprechen. Auf diese Weise ist ein sehr ungleiches Rennen entstanden: Zwischen einem Projekt, das die gestellten Kriterien in allen Aspekten erfüllt – und einem Projekt, das mit Sicherheit architektonisch anspruchsvoll und schön anzusehen, aber für die Nutzer kaum sinnvoll und vermutlich auch deutlich teurer ist, als Illertissen es sich derzeit leisten kann. Den Kostenrahmen soll der Architekt nun bis zur nächsten Stadtratssitzung vorlegen. Das einzige Kriterium dürften die Kosten aber dabei nicht sein.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Mehr dazu lesen Sie hier:

Was wird aus dem „Adler“?

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren