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Illertissen

15.11.2018

Ärger im „Bund der Selbständigen“: Vorstand stellt Arbeit ein

Ärger Bund der Selbständigen in Illertissen: Der Vorstand gibt bekannt, dass er die Geschäfte nach Weißenhorn abgibt. 
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Ärger Bund der Selbständigen in Illertissen: Der Vorstand gibt bekannt, dass er die Geschäfte nach Weißenhorn abgibt. 
Bild: Jens Carsten

Der Ortsverein Illertissen übergibt die Geschäfte vorerst nach Weißenhorn. Im Hintergrund hat sich einiges aufgestaut. Um was es geht.

Der Bund der Selbständigen (BDS) in Illertissen steckt wohl in einer Krise: Die bisherigen Vorstandsmitglieder wollten bei einer Wahl nicht mehr antreten und andere Bewerber ließen bei der Versammlung am Dienstag nicht finden. Erich Ferber, der bisherige Vorsitzende, zieht Konsequenzen: Der BDS Illertissen wird nun kommissarisch von dem Ortsverband in Weißenhorn mit betreut. Eine Auflösung oder Stilllegung sei das nicht, betont Ferber, der den Rückzug so begründet: „Wir hatten das Gefühl, nicht mehr gebraucht zu werden.“ So seien zuletzt zu den mühevoll organisierten Vorträgen oder Betriebsführungen nur wenige der rund 50 BDS-Mitglieder gekommen. „Wenn dann drei bis vier Leute da sind, lacht der Referent ja“, sagt Ferber. Einiges wurde deshalb abgesagt. Das sei „traurig“, denn eigentlich habe ihm die Tätigkeit als Vorsitzender immer Spaß gemacht.

Ärger um Zusammenarbeit mit der Stadt

Geknirscht hat es aus Ferbers Sicht bei der Zusammenarbeit mit der Stadt. Ein Beispiel: das gemeinsam veranstaltete Bewerberforum. Seitens der Stadt habe man die „Federführung“ übernommen, so Ferber. Ein regelmäßiger Austausch mit dem Rathaus habe, anders als früher, nicht mehr stattgefunden.

Ein Foto aus besseren Zeiten: Die Mitglieder des Illertisser BDS bei einer Betriebsbesichtigung.
Bild: Erich Ferber

Die Vorwürfe kann Henning Tatje vom Stadtmarketing nicht nachvollziehen. Insofern Einladungen vorlagen, habe man die Aktionen des BDS stets begleitet. Beim Bewerberforum sei Ferbers Idee einer Jury für den schönsten Stand nicht gut angekommen, so Tatje. Sie habe sich bei den Schulen nicht durchsetzen lassen, weil die teilnehmenden Firmen unterschiedliche Präsentationsschwerpunkte setzten. „Das so hinzustellen, als könne der BDS deshalb nicht mehr existieren, finde ich nicht in Ordnung“, sagt Tatje, der bei der BDS-Versammlung am Dienstag dabei war. Er sei sich keiner Schuld bewusst. Ein BDS-Mitglieder habe an jenem Abend vermutet, dass es bei Ferber und Tatje „vielleicht menschlich nicht passt“.

Fusion mit Werbegemeinschaft war angedacht

Auch mit der Werbegemeinschaft hätte sich Ferber eine engere Kooperation gewünscht, dazu sei es aber nicht gekommen. Einer Fusion der beiden Wirtschaftsverbände, so wie sie vor einiger Zeit geplant war, hätte er sich nicht verschlossen, sagt Ferber. Im Gegenteil.

Ein Ende des Illertisser BDS steht laut Ferber nicht zu befürchten, der Weißenhorner Verband sei rührig und werde auch Veranstaltungen in Illertissen organisieren. Skeptisch äußerte sich gestern ein Illertisser BDS Mitglied: Es werde jetzt wohl zu Austritten kommen, weil man sich nicht mehr gut vertreten fühle.

Mehr über das Schaufenster der Werbegemeinschaft lesen Sie hier: Bilanz: Gute Noten fürs Illertisser Schaufenster.

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