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Illertissen

01.01.2017

Akustische Glanzpunkte zum Jahreswechsel

Beim traditionellen Silvesterkonzert in der Stadtpfarrkirche St. Martin gestalteten Trompeten-Solist Michael Bischof (links) und Organist Andreas Weil (rechts) die vorletzte Stunde des Jahres 2016 zum besonderen Klangerlebnis.
Bild: Claudia Bader

Organist Andreas Weil und Trompeten-Solist Michael Bischof musizieren auf höchstem Niveau.

Nicht nur klassische oder kirchliche Kompositionen vermitteln strahlende Festlichkeit. Auch ausgewählte Ausschnitte aus Musicals, zum Beispiel der „West-Side Story“ von Leonard Bernstein, versprühen eine beschwingte Stimmung.

Mit „Maria“, „Tonight“, „Somewhere“ und „I feel pretty“ streuten Organist Andreas Weil und Trompeten-Solist Michael Bischof in das mit Werken von Händel, Albinoni und Boellmann gestaltete Silvesterkonzert in der Pfarrkirche St. Martin in Illertissen heuer besondere Glanzpunkte ein.

Auf Einladung der „Freunde und Förderer von Kirchenmusik und klassischer Musik in der Pfarrei St. Martin“ nutzte eine stattliche Besucherschar die Gelegenheit, kurz vor dem Jahreswechsel innezuhalten und sich mit exquisiten Klängen verwöhnen zu lassen.

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Die Konzertstunde in St. Martin wurde mit der von der Empore schallenden „Sonate Nr. 4“ in D-Dur des spätbarocken italienischen Komponisten Carlo Tessarini stilvoll eröffnet. Bereits hier erwiesen sich Weil und Bischof als brillante Künstler und perfekt aufeinander abgestimmtes Duo, das auch das „Concerto in d-Moll“ von Tomaso Albinoni zum virtuosen Tongemälde formte.

Michael Bischofs Trompetenklang faszinierte in mehrfacher Hinsicht: Virtuosität in den perlenden Läufen und allen weiteren schnellen Passagen, aber auch gefühlvolles Legatospiel in den langsamen Teilen ließen den hochklassigen Künstler erkennen. Organist Weil erwies sich nicht nur als einfühlsamer Begleiter, sondern auch als Solist, der die grandiose Vielfalt der Jann-Orgel mit scheinbar mehr als zehn Fingern und zwei Füßen zu nutzen verstand. In Leon Boellmanns „Carillon D-Dur“ konnte er dank einer breiten Registriervielfalt des königlichen Instruments das Klangspektrum eines großen Glockenspiels imitieren: ganz sachte und zart, dann wieder wie ein mächtiges Brausen.

Auch in „Andante mit Variationen“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy erwiesen sich die beiden Künstler als harmonisches und brillantes Zweiergespann.

In einer aus eigener Feder stammenden Improvisation über zwei Lieder aus dem Gotteslob – „Engel auf den Feldern singen“ und „Ich steh an deiner Krippen hier“ – ließ Andreas Weil das zurückliegende Weihnachtsfest noch einmal aufleuchten. Nachdem die Kirchenbesucher die bekannten Melodien zunächst nur schemenhaft erkannten, näherten sich die Variationen behutsam an, um schließlich zur effektvollen Klangkombination zu verschmelzen.

Als glanzvollen Abschluss entwickelten die beiden Künstler in Georg Friedrich Händels „Suite in D-Dur“ einen klangprächtigen Dialog.

Der anhaltende Applaus und eine Zugabe beendeten eine vielen Besuchern noch ins neue Jahr nachklingende kirchliche Konzertstunde.

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