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Altenstadt

20.01.2021

Aldi schließt Zentrallager: SPD-Politiker Brunner ist sauer auf Geschäftsführung

Einfahrt zum Aldi Zentrallager in Altenstadt.   Bild: Zita Schmid
Foto: Zita Schmid

Plus Die Schließung des Aldi-Zentrallagers in Altenstadt sorgt für Entsetzen. Überrascht wurde auch SPD-Politiker Karl-Heinz Brunner. Er will das so nicht stehen lassen.

Der Illertisser SPD-Bundestagsabgeordnete Karl-Heinz Brunner ist von der Schließung des Aldi-Zentrallagers ähnlich überrascht worden wie Altenstadts Bürgermeister. "Fürchterlich", sagte er im Gespräch mit unserer Redaktion. "Das ging in Mark und Bein, als ich das am Morgen in der Illertisser Zeitung gelesen habe."

Dass bei Aldi Süd derartige Umstrukturierungen geplant seien, habe er nicht gewusst. Er findet es "hart", dass Mandatsträger über einen solchen Schritt nicht vorab informiert wurden, um im Interesse der Bevölkerung reagieren zu können. "Das ist nicht die feine Art", sagt Brunner.

Der SPD-Politiker will am Donnerstag das Gespräch mit der Gewerkschaft, aber auch mit Bürgermeister Wolfgang Höß suchen, um sobald wie möglich - eventuell schon am Montag - auf die Aldi-Geschäftsführung zuzugehen. "Nur wenn wir alle gemeinsam an einem Strang ziehen, können wir etwas erreichen", so Brunner. Er wisse noch nicht, ob ein Sozialplan vorgesehen ist.

Aldi-Zentrallager schließt: Das sagt die Gewerkschaft Verdi

Die Gewerkschaft Verdi sagt auf Nachfrage unserer Redaktion, keine Mitglieder am Aldi-Standort Altenstadt und deshalb auch keine Einblicke in die örtlichen Gegebenheiten zu haben.

Deshalb kann die für die Handelsbranche im Bezirk Augsburg zuständige Gewerkschaftssekretärin Sylwia Lech nur allgemein über den Aldi-Konzern sprechen: Es sei bekannt, dass die Unternehmensseite Versuche der Mitarbeiter, sich gewerkschaftlich zu organisieren oder Betriebsräte zu gründen, unterdrücke.

Das Aus für das Lager in Altenstadt sei ein Signal für alle Arbeitnehmer, dass sie sich gewerkschaftlich organisieren sollten. "Man hätte dann Warnzeichen erkennen und reagieren können", sagt sie gegenüber unserer Redaktion. Gerade in der jetzigen Zeit, in der die Corona-Pandemie Unternehmen in eine Krise stürzen kann, rät sie Beschäftigten zur Frage: "Wer schützt mich, damit ich nicht der Willkür der Arbeitgeber ausgesetzt bin?"

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