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Illertissen/Tiefenbach

12.09.2018

Als Tiefenbach noch einen Bürgermeister hatte

Franz Unglert, vorne mit seiner Frau Berta, hat seinen 90. Geburtstag gefeiert. Gratuliert haben unter anderem Jürgen Eisen (links), Gerhard Leopold (Zweiter von rechts), Gerhard Unglert (Zweiter von links) und Helmut Unglert.
Bild: Wilhelm Schmid

Der Tiefenbacher Franz Unglert war dabei, als das Dorf eingemeindet wurde. Er ist 90 Jahre alt geworden.

Franz Unglert, kommunalpolitisches „Urgestein“ der ehemals selbstständigen Gemeinde Tiefenbach und anschließend auch der Stadt Illertissen, hat zu seinem 90. Geburtstag zahlreiche Glückwünsche entgegengenommen. Neben Illertissens Bürgermeister Jürgen Eisen waren eine Reihe von Vereinsvertretern, seine ehemaligen Kollegen von der Raiffeisenbank und politische Weggefährten gekommen, um dem rüstigen „Neunziger“ für seine Verdienste um das Dorf Tiefenbach und die Stadt Illertissen zu danken. Den Glückwünschen von Eisen schloss sich auch Vereinsringvorsitzender Gerhard Leopold an. Er erinnerte daran, dass der Jubilar in Tiefenbach wohl bei jedem Verein entweder die Finanzen verwaltet oder geprüft und somit stets bestens in Ordnung gehalten hatte.

Dazu war Franz Unglert aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit als Geschäftsstellenleiter der heutigen Raiffeisenbank Schwaben-Mitte geradezu prädestiniert. Und in der Funktion als Geschäftsstellenleiter, die er im ehemaligen Tiefenbacher Rathaus ausübte, war er natürlich im ganzen Dorf und darüber hinaus bekannt.

Das Vertrauen, das ihm dadurch entgegengebracht wurde, führte ihn auch als Vertreter der Freien Wählergemeinschaft (FWG) in die Kommunalpolitik: Von 1962 bis 1978 war er Mitglied des Gemeinderates und in der letzten Wahlperiode von 1972 bis 1978 auch Zweiter Bürgermeister. Als solcher vertrat er Erwin Bürzle, der damals gleichzeitig hauptamtlicher Bürgermeister von Pfaffenhofen war und dieselbe Funktion auch ehrenamtlich in Tiefenbach ausübte. Gerhard Leopold merkte an, wie „spannend“ Unglerts Berufung zum Zweiten Bürgermeister war und dass dies eine „sehr gute Wahl“ gewesen sei. Franz Unglert habe mit seiner ausgleichenden und kollegialen Art allseits hohen Respekt genossen und deshalb auch die Gemeinde mit großem Sachverstand und Verhandlungsgeschick in die Eingemeindung nach Illertissen mit geführt. Dort war er anschließend in der ersten Amtsperiode des neuen Stadtrats ein allseits geschätzter Vertreter der Bürgerinteressen.

Die Stadt Illertissen würdigte seine Verdienste mit der silbernen Bürgermedaille. Mit seinem kommunalpolitischen Engagement wurde er auch zum Vorbild für zwei seiner Söhne: Gerhard Unglert ist Dritter Bürgermeister von Buch und Helmut Unglert folgte seinem Vater in den Illertisser Stadtrat nach. Apropos Familie: Seinen 90. Geburtstag feiert Franz Unglert natürlich nicht nur mit Kommunalpolitikern, sondern vor allem im Kreise seiner Familie. Zu der zählen seine Ehefrau Berta, eine Tochter, vier Söhne, acht Enkel und ein Urenkel.

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