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Altenstadt

04.10.2019

Altenstadt will „Toiletten-Deal“ mit der Kirche

Der Gemeinderat Altenstadt beabsichtigt einen „Deal“ mit der örtlichen Kirchenstiftung, wenn diese die Toilettenanlage der Pfarrkirche saniert.
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Der Gemeinderat Altenstadt beabsichtigt einen „Deal“ mit der örtlichen Kirchenstiftung, wenn diese die Toilettenanlage der Pfarrkirche saniert.
Bild: Wolfgang Widemann/Symbol

Die WC-Anlagen des Gotteshauses Zum Guten Hirten sollen saniert werden. Besucher des Marktplatzes könnten profitieren.

Der Gemeinderat Altenstadt beabsichtigt einen „Deal“ mit der örtlichen Kirchenstiftung, wenn diese die Toilettenanlage der Pfarrkirche saniert. Es könnte der benachbarte neue Marktplatz davon profitieren. Das war nicht das einzige Thema der Sitzung: Auf der Tagesordnung standen Zuschussanträge für die Außenarbeiten am Kindergarten Herrenstetten, für die Dachstuhlsanierung der Kirche Mariä Himmelfahrt in Illereichen sowie für diverse Renovierungen in der Kirche „Zum Guten Hirten“. Hier ein Überblick:

Toiletten: Das spannendste Thema war an jenem Abend zweifellos die geplante Sanierung der Toilettenanlage der Pfarrkirche. Zur Ratssitzung waren neben anderen Zuhörern auch Pfarrer Thomas Kleinle und Verwaltungsleiterin Johanna Roth gekommen, sodass die einige Auskünfte sogleich auf kurzem Weg zu erhalten waren.

Wegen der unmittelbaren Nachbarschaft zum neuen Marktplatz sollen die Toiletten barrierefrei ausgebaut werden, sodass sie bei Festen etwa auch für Veranstalter oder Gäste aufgeschlossen werden könnten. Bürgermeister Wolfgang Höß ( CSU) sagte dazu: „Wir haben beim Marktplatzbau bewusst von einer öffentlichen Toilette abgesehen.“ Gegebenenfalls würden bei Veranstaltungen Toilettenwagen aufgestellt. Die an Veranstaltungen auf dem Marktplatz beteiligten Bürger könnten von den Toiletten in der Kirche profitieren – in einigen Fällen seien getrennte WCs vorgeschrieben. Wegen der möglichen gemeinsamen Nutzung und des somit komplexeren Ausbaus wünschte sich Höß eine getrennte Berechnung der anfallenden Kosten. Denn die Gestaltung der Kabinen sei noch völlig offen. Dann einigten sich die Räte auf die nächsten Schritte: Die Kirche solle einen Plan vorlegen und im Gemeinderat werde eine Nutzungsvereinbarung festgelegt. Bei einer Gegenstimme wurde ein Investitionsschuss von 90000 Euro in Aussicht gestellt.

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Sanierung der Kirche in Altenstadt: Gemeinde gibt Zuschuss

Sanierung: Die Maßnahmen an der Pfarrkirche selbst betreffen hauptsächlich den Turm, dessen Oberfläche von Grund auf gereinigt, saniert und versiegelt werden muss. Sodann soll auf der Verglasung im Bereich des Fußweges eine Splitterschutzfolie angebracht werden. Auch das Kirchendach weist bedeutende Schadstellen auf und das System der Regenentwässerung benötigt Notüberläufe, um Wasserschäden zu vermeiden. In der Sakristei muss der Bodenbelag erneuert werden. Die Gemeinde gewährt laut einstimmigem Beschluss den üblichen Zuschuss von zehn Prozent, der Investitionskosten. Das sind nach aktueller Rechnung 25000 Euro, maximal gibt es 30000 Euro von der Kommune.

Die Toiletten der Altenstadter Kirche „Zum Guten Hirten“ sollen saniert werden. Die Gemeinde will sie mitnutzen und stellt einen Zuschuss in Aussicht.

Dachstuhl: Dagegen sei der in althergebrachter Weise gebaute Kirchendachstuhl in Illereichen einfach zu sanieren, hieß es übereinstimmend. Die Räte beschlossen, mit 60000 Euro zehn Prozent der Kosten zu übernehmen. Jedoch nicht mehr als 65000 Euro.

Kindergarten: Auch die Sanierung der Fenster und Fensterläden des Kindergartens St. Martin in Herrenstetten wird mit einem Zuschuss von zehn Prozent und somit in Höhe von 1450 Euro unterstützt (eine Gegenstimme). Da die Kommune das Obergeschoss des Pfarrhauses als Kindergarten gemietet und beim Umbau 1993 mitbezahlt habe, war die Zahlung strittig: „Fenstersanierungen sind Sache des Hausherrn und somit der Kirche“, sagten der Bürgermeister und Christian Dossenberger (CSU). Sie wollten einen Präzedenzfall vermeiden.

Da die Kinder davon profitierten, plädierte Robert Heller (FWG) dafür, die Hälfte der offenen Summe zu zahlen, Eberhard Aspacher (FWG) wollte sie ganz übernehmen.

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