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Alternativen zum Auto: Mehr Geld für den ÖPNV in der Region

Franziska Wolfinger
Kommentar Von Franziska Wolfinger
22.02.2019

Das Verkehrschaos nach der Vollsperrung auf der A7 zeigt: Das Auto ist nicht immer das verlässlichste Verkehrsmittel. Es braucht mehr öffentlichen Nahverkehr.

Warum leben die Menschen gern in der Region? Neben der schönen Landschaft und vielen Arbeitsplätzen fällt bei dieser Frage auch stets die Antwort „gute Verkehrsanbindung“. Das stimmt – allerdings nicht immer und nicht für jeden. Es müsste mehr in den öffentlichen Nahverkehr investiert werden.

Region ist abhängig von der Autobahn

Wenn es gut läuft, bringt die A7 Autofahrer in kurzer Zeit nach Ulm oder Memmingen. Wie abhängig die Region bisher aber von der Straße ist, hat sich diese Woche eindrucksvoll gezeigt. Während der gut zwei Tage dauernden Vollsperrung auf der A7 war auch auf den Straßen rund um die Autobahn zum Teil kein Vorankommen. Dabei braucht es nicht einmal solche Extremsituationen, damit Pendler aus Frust am liebsten ins Lenkrad beißen. Pünktlich zur Urlaubszeit, egal ob Skiwochenende im Winter oder Sommerurlaub am Gardasee, wird es voll auf der Autobahn. Wie schön wäre es da, das Auto einfach mal stehen zu lassen?

Ohne Auto zur Arbeit: Für viele nicht möglich

In der Großstadt kein Problem. U-Bahn, S-Bahn, Tram, Bus – es gibt viele Möglichkeiten zur Arbeit zu kommen. Auf dem Land ist das schwieriger. Manch einer argumentiert mit der Bahnverbindung zwischen Ulm und Memmingen, die meist halbstündlich fährt. Doch wer ohnehin ins Auto steigen müsste, um zum Bahnhof zu kommen, fährt vermutlich auch den Rest des Wegs selbst. Dabei würde es nicht nur die Nerven der Pendler schonen, sondern auch die Umwelt, wenn der Arbeitsweg mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt würde. Der Wunsch nach einem besser ausgebauten öffentlichen Nahverkehr ist auf Seiten der Bürger groß. Kommunen argumentieren damit, dass ein dichtes Netz mit enger Taktung schlichtweg nicht finanzierbar sei.

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Dennoch: Mit Konzepten wie Ruf- oder Flexibussen gibt es gute Ansätze. Künftig wird mehr Geld in solche Projekte fließen müssen, wenn die Politik den Bürgern bieten will, was sie sich wünschen. Verlässliche Möglichkeiten, auch auf dem Land ohne Auto von A nach B zu kommen.

Mehr zum Verkehrschaos auf der A7 lesen Sie hier: Nach dem Verkehrschaos: Wer hat Schuld am Mega-Stau?

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