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Vöhringen

17.01.2019

Am Freitag wird der Vöhringer Pfarrer Martin Straub zum Dekan

Pfarrer Martin Straub wird morgen offiziell zum Dekan ernannt.
Bild: Balken

Welche Ziele sich der Geistliche Martin Straub für sein neues Amt gesteckt hat.

Es ist ein verhaltenes Lächeln, aber es lässt erkennen, dass sich Pfarrer Martin Straub auf seine neue Aufgabe freut. Morgen, am Freitag, 18. Januar, wird er ab 18.30 Uhr, in der Vöhringer Michaelskirche feierlich in sein Amt als Dekan eingeführt. Aus diesem Anlass kommt Generalvikar Monsignore Harald Heinrich nach Vöhringen, der offiziell die Ernennung vornehmen wird. Nach dem festlichen Gottesdienst findet ein Stehempfang im Pfarrheim St. Michael statt.

Noch vor Weihnachten wurde bekannt, dass Pfarrer Straub von der Pfarreiengemeinschaft Vöhringen, zu der die Pfarreien Illerzell, Illerberg und Bellenberg zählen, zum neuen Dekan für das Dekanat Neu-Ulm ernannt worden ist. Der 49-jährige Vöhringer Geistliche folgt einem Ruf von Diözesanbischof Konrad Zdarsa. Denn für das Amt des Dekans kann man sich nicht bewerben. Vielmehr holt der Bischof Vorschläge von Priestern und hauptamtlichen pastoralen Mitarbeitern des Dekanats ein. Auf Grund dieser Vorschläge wurde Straub zum Dekan ernannt. Damit ist er für elf Pfarreiengemeinschaften und sieben Einzelpfarreien – das sind insgesamt 51 Pfarreien – zuständig.

Seinen Aufgabenbereich beschreibt der Geistliche so: „Auf der Ebene des Dekanats wird die pastorale Zusammenarbeit der Pfarreien und Pfarreiengemeinschaften gefördert und organisiert.“ Der Dekan ist der Vertreter des Diözesanbischofs im Dekanat. Ebenso vertritt er die Anliegen des pastoralen Personals des Dekanats beim Bischof. Auch ist Straub Mitglied der Dekanekonferenz, bei der der Bischof Vorsitzender ist. Straub: „Der Dekan sorgt sich um die Zusammenarbeit mit kommunalen Stellen, insbesondere auf Landkreisebene.“ In die Besetzung der Pfarrstellen ist ein Dekan ebenfalls eingebunden und er führt die neuen Pfarrer in ihr Amt ein. Außerdem kann ein Dekan mit den Visitationen einzelner Pfarreien beauftragt werden.

Ein Amt, das mehr Arbeit für den Geistlichen mit sich bringt. Aber Straub ist davon überzeugt, dass er diese Aufgabe zu leisten vermag. Erleichternd wird für ihn „die kooperative und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Bürgermeister Karl Janson und der Stadt“ sowie dem Landkreis sein. Denn das Dekanat ist deckungsgleich mit dem Landkreis Neu-Ulm.

Neuer Dekan: Martin Straub ist Priester aus tiefen Glauben heraus

Pfarrer Martin Straub ist Priester aus einem tiefen Glauben heraus. So ist es ihm ein Anliegen, „die brüderliche und geistliche Gemeinschaft unter den Priestern und pastoralen Mitarbeitern zu fördern“, wie er sagt. „Dazu dienen vor allem die monatlichen Treffen im Dekanat, auch lateinisch Dies genannt.“ Dies stehe für Dekanatskonferenzen. „Diese Zusammenkünfte dienen dem Erfahrungsaustausch, der Entwicklung von Kooperationen und der Pflege der Brüderlichkeit.“ Die Konferenzen beginnen immer mit einer Gebetszeit.

Straub versteht sich als Dekan als „primus interpares“, wie er betont, was so viel bedeutet wie „Erster unter Gleichen.“ Ihm kommen gewisse Leitungsfunktionen zu. „Aber eben nicht als Vorgesetzter der Priester im Dekanat. Ich möchte eine gute Gesprächskultur pflegen, die die Pfarrer und pastoralen Mitarbeiter als Unterstützung ihrer Arbeit vor Ort erleben.“ Gesellschaft und Kirche seien verunsichert durch starke Umbrüche, auf die die Kirche vor allem eine geistliche Antwort geben müsse. „Die Pfarreien sollten als Ort der Suche nach Gott und als Ort der Gottesbegegnung wahrgenommen werden können“, erklärt Straub.

Geplant sei zum Kapiteljahrtag eine Veranstaltung mit Fortbildungscharakter, die neben Priestern auch die engagierten Laien aus den Pfarreien des Dekanats zusammenführen soll. Der Kapiteljahrtag ist ein Gedenktag für verstorbene Priester und pastorale Mitarbeiter in der Diözese.

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