Newsticker
Impfstoff von AstraZeneca wirkt Berichten zufolge bei Senioren kaum
  1. Startseite
  2. Lokales (Illertissen)
  3. Angeblicher Wolfsriss im Kreis Neu-Ulm: Das sagt das Landesamt für Umwelt

Illertissen

22.12.2020

Angeblicher Wolfsriss im Kreis Neu-Ulm: Das sagt das Landesamt für Umwelt

Das Landesamt für Umwelt wertet aktuell DNA-Proben aus.
Bild: Alexander Kaya (Archivbild)

Plus Ein angefressenes Fohlen ist in einem Illertisser Ortsteil gefunden worden. Das Bayerische Landesamt für Umwelt lässt aktuell DNA-Spuren analysieren.

Nach dem Fund eines angefressenen Fohlens im Illertisser Stadtgebiet lässt das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) aktuell DNA-Proben im Labor auswerten, um Gewissheit zu haben, welches Tier dafür verantwortlich ist. „Ergebnisse liegen noch nicht vor“, sagt ein Sprecher der Behörde mit Sitz in Augsburg auf Nachfrage. Wie berichtet, geht der Verein Wölfe vs. Land von einem Wolfsriss aus und fordert eine offizielle Bestätigung. Der LfU-Sprecher teilt mit, dass es sich angesichts der Erst- und Zweitdokumentation um keinen begründeten Verdacht auf einen Wolfsriss handelt. „Für eine abschließende Bewertung warten wir die Ergebnisse der genetischen Analysen ab.“

Ein geschulter ehrenamtlicher Mitarbeiter des Netzwerks Große Beutegreifer hatte die Situation vor Ort begutachtet und Spuren gesichert. Seiner Einschätzung nach deuten diese aus mehreren Gründen nicht darauf hin, dass ein Wolf das neugeborene Fohlen gerissen hat. Entnommene DNA-Proben schickte er ein, damit sie im Labor untersucht werden.

„Wenn durch die Ergebnisse der Gesamtauswertung die Beteiligung eines Wolfes an einem Nutztierriss belegt ist, wird Schadensausgleich gewährt“, erklärt der LfU-Sprecher die allgemeine Handhabung in solchen Fällen. Weitere Behörden wie das Landratsamt würden im Fall von toten Nutztieren bei einem begründeten Wolfsverdacht informiert.

Das jüngste Ereignis in Zusammenhang mit einem Wolf im Landkreis Neu-Ulm liegt einige Monate zurück: Im Frühjahr wurde ein Tier zwischen Holzschwang und Hausen überfahren. Wie berichtet, ergab eine Untersuchung des Kadavers im Nachgang, dass es sich nicht um einen großen Hund, sondern tatsächlich um einen Wolf handelte.

Lesen Sie dazu auch: Verein meldet angeblichen Wolfsriss in Illertissen: Was ist dran?

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren