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Entsorgung

24.11.2018

Anlage für Altholz sorgt für Diskussion

Berge von Altholz türmen sich auf dem Gelände der Anlage in Babenhausen. Über das Verhältnis von kontaminierten und unbelasteten Holzabfällen soll in der nächsten Marktratssitzung entschieden werden.
Bild: Fritz Settele

Warum das Landratsamt eine Stellungnahme von Babenhausen will

Welches Altholz darf in einer Altholzaufbereitungsanlage zwischengelagert werden? Diese Frage war unter anderem Thema in der vergangenen Gemeinderatssitzung in Babenhausen. Der Grund: Die Änderung der Zusammensetzung des Altholzes muss genehmigt werden. Deswegen bat das Unterallgäuer Landratsamt den Markt Babenhausen um eine Stellungnahme.

Laut Bürgermeister Otto Göppel handelt es sich dabei um eine „immissionsschutzrechtlich genehmigungsbedürftige Anlage“. Seinen Worten zufolge wird beantragt, die Lagermengen von Altholz von 130 auf 500 Tonnen zu erhöhen. Genauso soll auch die maximale Durchsatzmenge für Altholz von 5000 auf 10000 Tonnen pro Jahr erhöht werden. Nach Aussage von Göppel ändert sich dabei nicht die Größe der Lagerfläche, sondern in erster Linie das Mengenverhältnis. Die Lagerung der Materialien unterliegt nämlich der sogenannten Industrieemmissionsrichtlinie.

Der für diesen Betrieb geltende Bebauungsplan setzt aber fest, dass die „Lagerung von kontaminierten Stoffen nicht zugelassen“ ist. Da die Anlage aber, so Göppel, „schon vor der relevanten Änderung in Betrieb war, genießt diese Bestandschutz“. Trotzdem seien entsprechende Befreiungen notwendig.

Markträtin Ilona Keller wollte wissen, auf welcher Grundlage der Betrieb dieser Altholzbearbeitungslage genehmigt wurde und was der Bebauungsplan und der Emissionsschutz in diesem Fall vorsahen. Rein ins Blaue hinein könne man keine Entscheidung fällen, so Keller.

Über eine weitere Frage gab es zwischen Rätin Barbara Kreuzpointner und Gemeinderat Armin Schröter ein verbales Scharmützel. Es ging darum, ob früher der Wertstoffhof derartiges Altholz beispielsweise in Form lackierter Teile, abnehmen durfte. Fakt ist nämlich: Schon seit Jahren geht dies nicht mehr.

Da auf die Schnelle die von Ilona Keller geforderten Unterlagen nicht greifbar waren, vertagte das Ratsgremium die Entscheidung über die Altholzanlagenveränderung. Nach Vorlage der entsprechenden Akten soll in der nächsten Marktratssitzung dann entschieden werden.

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