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Winterrieden

29.04.2018

Arbeiten an Winterrieder Kläranlage schreiten voran

Seit Herbst wird die Winterrieder Kläranlage umgebaut und erweitert. Die Arbeiten schreiten sichtlich voran. Auch Bürgermeister Hans-Peter Mayer packt mit an.
Bild: Claudia Bader

Die Winterrieder erfahren, wie es um die Projekte der Gemeinde steht. Dabei geht es auch um die Zukunft der Festhalle und des Kindergartens.

Im Herbst vergangenen Jahres hat die Gemeinde Winterrieden mit dem Umbau und der Erweiterung der Kläranlage begonnen – mittlerweile sind die Arbeiten sichtlich fortgeschritten. Da die zwei Reaktoren und der Schlammstapelbehälter errichtet sind, werden derzeit in allen drei Behältern die Maschinentechnik eingebaut und die Arbeitsplattformen angebracht. „Die Aushub-, Gründungs- und Auffüllarbeiten konnte unser Bauhof in Eigenleistung ausführen“, informierte Gemeindeoberhaupt Hans-Peter Mayer bei der Bürgerversammlung. Falls sich keine gravierenden Änderungen ergeben, könne der Testlauf der Anlage, die dann den aktuellen Anforderungen entsprechen wird, bereits Mitte des Jahres starten.

Rund 50 Interessierte hatten sich im Schulungsraum der Feuerwehr eingefunden, um sich über die Projekte der rund 950-Einwohner-Gemeinde zu informieren. Diese erläuterte der Bürgermeister detailliert.

Turn- und Festhalle: Aktuelle Bau- und Brandschutzvorschriften verschärften den Druck auf die Gemeinde, ihre vielseitig genutzte, 40 Jahre alte Halle einer Generalsanierung zu unterziehen. Laut einer vorläufigen Schätzung müsste die Kommune für einen Neubau an einem anderen Standort mit bis zu 50 Prozent höheren Kosten rechnen, sagte Mayer. Deshalb habe sich der Gemeinderat für eine Sanierung des bestehenden Gebäudes entschieden.

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Die Planung sollen heuer zusammen mit dem Architekten und den Vereinen vorankommen. Mit Unterstützung des Energie- und Umweltzentrums Allgäu (Eza) habe die Gemeinde den Zuschussantrag für Fördermittel des Bundes in Bezug auf Klimaschutzmaßnahmen auf den Weg gebracht. Bei Bewilligung könnten bis zu 80 Prozent der Projektsumme gefördert werden. Allerdings sei mit einer Bearbeitungszeit von bis zu vier Monaten zu rechnen.

Halle mit Fotovoltaikanlage: Um einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten, hat das Gremium auf Antrag des gemeindlichen Energieteams beschlossen, im Zuge der Kläranlagenerweiterung eine Fotovoltaikanlage zu installieren. Ziel ist es, Eigenstrom zu nutzen. Die Anlage soll auf dem Dach einer neuen, in Eigenregie errichteten Lagerhalle auf dem Gelände Platz finden. Die nach Süden ausgerichtete, acht mal 21,5 Meter große Halle mit Pultdach soll den Bau des ursprünglich geplanten Gebläsehauses ersparen. Zudem soll das Gebäude nicht nur Platz für Brennholz und Geräte bieten, sondern auch für einen Batteriespeicher, der die Versorgung der Kläranlage effizienter macht.

Kindergarten: Mit Blick auf einen voraussichtlich deutlichen Zuwachs an Kindern in den Jahren 2018/2019 und 2019/2020 hat die Gemeinde beim Landratsamt die Einrichtung einer dritten Gruppe im Kindergarten „Haus der kleinen Strolche“ beantragt. Wegen des Anstellungsschlüssels für Fachkräfte wäre die Förderung der Einrichtung gefährdet. Deshalb müsse auch das Personal um eine Erzieherstelle aufgestockt werden, sagte Mayer. Anders als in vergangenen Jahren könne der Winterrieder Kindergarten wegen der Vollbelegung so gut wie keine Kinder mehr aus anderen Gemeinden aufnehmen.

Trinkwasserversorgung: Nachdem der technische Ausbau der Trinkwasserversorgung abgeschlossen ist, erhielt die Gemeinde die mit Auflagen verbundene Genehmigung, Wasser aus dem Brunnen zu entnehmen und ein Trinkwasserschutzgebiet für die nächsten 30 Jahre auszuweisen.

Ausbau des Wiesengrabens: Weil die Gemeinde den ökologischen Ausbau des Wiesengrabens in Eigenregie durchgeführt hat, konnte sie 40000 Euro der ursprünglich kalkulierten Kosten einsparen, sagte Bürgermeister Mayer. Nun müssten noch die Randbereiche bepflanzt werden. Die Bauabnahme und die Stellungnahme eines Gutachters wurden vom Landratsamt Unterallgäu mit positivem Bescheid beantwortet.

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