Newsticker

Bayern will erst am 1. September über Maskenpflicht im Unterricht entscheiden
  1. Startseite
  2. Lokales (Illertissen)
  3. Arbeitslosigkeit: Das Unterallgäu hat eine der niedrigsten Quoten

Neu-Ulm/Unterallgäu

30.07.2020

Arbeitslosigkeit: Das Unterallgäu hat eine der niedrigsten Quoten

Hat sich die Corona-Pandemie auf den Arbeitsmarkt in der Region ausgewirkt? So viele Menschen sind im Unterallgäu und im Kreis Neu-Ulm im Moment auf Arbeitssuche.
Bild: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Plus Das Unterallgäu steht in der Krise im bayernweiten Vergleich gut da. Im Landkreis Neu-Ulm ist das anders - das sind die aktuellen Zahlen.

In vielen Städten und Gemeinden sind die akuten Auswirkungen der Corona-Pandemie zu spüren. In der Region auch - doch die Arbeitslosenquote hat sich nicht überall verändert. So viele Menschen sind im Moment im Unterallgäu und im Kreis Neu-Ulm ohne Arbeit.

Das Unterallgäu hat in Bayern die sechstniedrigste Arbeitslosenquote

Die Arbeitslosenquote im Unterallgäu liegt bei 2,6 Prozent und ist nach Angaben der Agentur für Arbeit im Juli um 0,1 Prozentpunkte gestiegen. 2211 Unterallgäuer hatten keinen Job. Von allen 71 Landkreisen und 25 kreisfreien Städten in Bayern hat das Unterallgäu damit die sechstniedrigste Arbeitslosenquote. Etwas anders verhält sich das im Landkreis Neu-Ulm. Hier liegt die Arbeitslosenquote mit 3,6 Prozent weiterhin auf dem Wert des vergangenen Monats, wie die Agentur für Arbeit Donauwörth meldet. Insgesamt sind im Kreis Neu-Ulm 3752 Menschen arbeitslos gemeldet, das sind 75 mehr als vor einem Monat. Saisonüblich sei ein Anstieg der Arbeitslosigkeit besonders bei den Jugendlichen zwischen 15 und 25 Jahren, erläutert Richard Paul, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Donauwörth. Wie in jedem Jahr hätten sich viele junge Menschen vorübergehend arbeitslos gemeldet, bis es nach dem Ende ihrer schulischen oder beruflichen Ausbildung weitergeht.

So steht es um die Jugendlichen in den Landkreisen

Aktuell seien 453 Jugendliche arbeitslos gemeldet, 24 mehr als im vergangenen Monat und 223 mehr als vor einem Jahr. Zum Statistikstichtag im Juli waren noch 407 Bewerber ohne Ausbildungsstelle oder eine andere Alternative. Demgegenüber stehen 370 unbesetzte Ausbildungsstellen. Positiv ist, dass wieder mehr Menschen im Landkreis Neu-Ulm eine Beschäftigung gefunden haben: Im Juli haben 292 Menschen ihre Arbeitslosigkeit durch die Aufnahme einer Beschäftigung beendet. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie anderer konjunktureller und struktureller Entwicklungen sind jedoch deutlich: So ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 1581 Personen gestiegen. Die Zahl der neu eingegangenen Anzeigen auf Kurzarbeitergeld geht dafür deutlich zurück. Bis Ende der vergangenen Woche wurden im Juli im Kreis Neu-Ulm 21 Anzeigen für 251 Personen eingereicht. Im Juni waren es 43 Anzeigen für 1050 Personen.

Arbeitslosigkeit: Das Unterallgäu hat eine der niedrigsten Quoten

Die Nachfrage nach Arbeitskräften bewegt sich weiter auf einem niedrigen Niveau, zieht aber leicht an. So wurden im Juli 274 neue Arbeitsstellen gemeldet, das sind 94 oder 52,2 Prozent mehr als vor einem Monat, aber noch deutlich weniger als im Vorjahr. Auch der Stellenbestand ist im Vergleich zum letzten Jahr deutlich rückläufig (minus 51,4 Prozent zum Vorjahr). Aktuell sind 974 offene Arbeitsstellen gemeldet. (az)

Das könnte Sie auch interessieren:

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren