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23.03.2009

"Atlantis" wird für zwei Jahre dicht gemacht

Ulm/Neu-Ulm Von den Rutschen bis zur Sauna, von der Lüftungsanlage bis zur Elektrotechnik: Das Freizeitbad "Atlantis" ist aufgrund von Baumängeln, Hochwasser- und Brandschäden sowie durch Abnutzung von oben bis unten in vielen Bereichen marode. Es muss deshalb komplett auf Vordermann gebracht werden. Die Städte Ulm und Neu-Ulm hatten nun über zwei Alternativen zu entscheiden: Entweder wird das Bad in mehreren Bauabschnitten in den nächsten Jahren saniert und bleibt teilweise geöffnet. Oder es wird in einem Block generalüberholt. Der Ulmer Gemeinderat und der Neu-Ulmer Stadtrat haben sich gestern bei einer gemeinsamen Sitzung im Haus der Begegnung mit deutlicher Mehrheit für die zweite Variante entschieden.

Das Atlantis wird noch in diesem Sommer für voraussichtlich mindestens zwei Jahre geschlossen. In dieser Zeit erfolgt die Grundsanierung des Bades. Die Kosten dafür - bislang auf 9,2 Millionen Euro beziffert - tragen die Städte. Parallel zu den Arbeiten soll ein Betreiber gesucht werden. Die Ausschreibung soll bereits in den nächsten Wochen erfolgen. Mit diesem Betreiber soll dann ein Konzept für das "neue Atlantis" erarbeitet werden. Denkbar sind viele Verbesserungen, von einem neuen Gastrobereich über eine Wellness-Sauna bis zur Looping-Rutsche. Möglicherweise betreiben auch künftig die Städte das Bad. Sie sollen auf jeden Fall Eigentümer bleiben. Jahrelange Streitereien wie mit dem früheren "Bäderkönig" Wolfgang Stichler sollen so vermieden werden.

Auf Ulmer Seite waren die Grünen und in Neu-Ulm die SPD gegen eine durchgehende Schließung.

"Es geht um die Beschäftigten", sagte Michael Joukov (Grüne). Für sie muss in jedem Fall ein Sozialplan erstellt werden. Ein Teil der Mitarbeiter wird wohl entlassen werden.

Die deutliche Mehrheit der Räte beider Städte war dennoch der Meinung, es sei besser, einen Neuanfang zu wagen. "Wir sollten das aus einem Guss machen, das ist die sauberste Lösung", sagte Joachim Hedwig (CDU). "Es ist alles noch schlimmer als gedacht, deswegen müssen wir einen Schnitt machen", fand Dorothee Kühne (SPD). Walter Grees (FWG) sagte: "In zwei Jahren wird ein neues Kapitel aufgeschlagen, mit einem Paukenschlag, vielleicht sogar mit einem neuen Namen."

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