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Einkehrtag

16.03.2011

Aus den Quellen des Lebens schöpfen

Josef Epp

Sensible Dinge können den Alltag verändern

Vöhringen Bei einem Besinnungstag des Frauenbund-Bezirks im Cardijn-Haus referierte Religionslehrer und Klinikseelsorger Josef Epp, Bad Grönenbach, über die Achtsamkeit. Sie komme als Tugend in unserer hektischen Zeit immer mehr unter die Räder und sei doch so wichtig, weil lebensnotwendig. „Unsere Nase nimmt häufig nur noch den Geruch des Mittagessens wahr, sie hat aber verlernt, nachzuspüren, wie ’dufte’ das Leben sein kann.“

Erfahrung der Vergänglichkeit und täglicher Kampf mit der Zeit

Epp kann aus mannigfachen Erfahrungen schöpfen: Als Familienvater zog er nach dem Tod der Gattin drei kleine Kinder selbst auf, als Religionslehrer setzt er sich mit den Problemen Heranwachsender und als Klinikseelsorger mit denen der Schwerkranken auseinander. Die Erfahrung der Vergänglichkeit und der tägliche Kampf mit der Zeit bedrückten uns schwer und reduzierten unsere Kräfte. Wichtig sei, sich all dem nicht schicksalhaft zu ergeben, sondern Kräfte einzusetzen, die sich leicht fördern ließen. So das Selbstwertgefühl, das erlaube, eigene Begabungen zu entdecken und zu entwickeln. Manches liege da brach und lasse sich beleben. Der Kontakt zum Mitmenschen, der auf unterschiedlichste Weise erfolgen könne und Teilhaben am Schicksal des Nächsten bedeute, spende Kraft.

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Die Spur Gottes im eigenen Dasein verfolgen

Ein Gespräch müsse mehr sein als ein Austausch von Informationen „Es ist das gegenseitige Mitteilen.“ Und schließlich helfe, die Sinnfrage des Lebens zu beantworten, die Spur Gottes im eigenen Dasein zu verfolgen. „Ihm begegnen, sich dafür bedanken, dass wir von ihm angenommen werden, ist ein besonderes Glück.“ Das könne niemand nehmen und schenke immer neuen Lebensmut. Epp hatte seine Worte mit vielen humorigen Zwischenbemerkungen gewürzt. Bezirksvorsitzende Gabriele Bergmeir dankte namens der Zuhörerinnen.

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