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Fußball

29.03.2015

Auswärtige FVI-Fans sorgen für Randale

Bein Spiel des FV Illertissen gegen Bayern München II hatte die Heimmannschaft diesmal lautstarke Unterstützung. Während es im Stadion friedlich bleib, sorgten hinterher auswärtige Fans für Randale.
Bild: Horst Hörger

Nach einem Aufruf bei Facebook kommen diesmal viele zum Anfeuern, doch hinterher machen einige kräftigen Ärger.

Mitbekommen haben die Verantwortlichen zunächst nichts. Im Stadion war es ziemlich friedlich – doch auf dem Parkplatz flogen hinterher die Fäuste. Es war am Samstag die unschöne Verlängerung der Regionalligapartie des FV Illertissen gegen Bayern München II. Die ging zwar für die Heimmannschaft 2:3 verloren, doch das war offenbar nicht der tiefere Grund, warum es hinterher zu Randalen kam. Nach Angaben der Polizei haben offenbar auswärtige Fans die Bayern-Anhänger provoziert. Am Ende musste die Polizei die Auseinandersetzung mit Schlagstöcken und Pfefferspray beenden. Vier Mann wurden festgenommen, zwölf bekamen einen sogenannten Platzverweis erteilt. Ein Polizist wurde verletzt. Wie konnte es dazu kommen?

Möglicherweise spielte eine Rolle, dass wegen des  Länderspiels der Bundesliga-Betrieb am Samstag ruhte. So hatten offenbar viele Zeit, woanders hin zu reisen. Ein Ziel war Illertissen. Wie Polizei und Vereinsvertreter bestätigten, gab es einenentsprechenden Aufruf über das soziale Netzwerk Facebook. Geplant war am Samstag Mittag ein Fan-Marsch vom Illertisser Bahnhof bis zum Vöhlin-Stadion.

Der fand auch statt – begleitet von massiver Polizeipräsenz. Hauptaufgabe der Beamten war, die Gruppe der „Blauen“ von den rund 250 „Roten“ zu trennen, die als Anhänger des FC Bayern angereist waren. Das gelang auch. Wie FVI-Spielleiter Hermann Schiller auf Anfrage berichtet, sei ein großer Trupp friedlich ins Stadion einmarschiert.

Die Anfeuerungsrufe für die Illertisser kamen diesmal nicht nur auf heimischen Kehlen, sondern vor allem von so genanten Auswärtigen, das bestätigt Schiller, der mit einigen im Stadion gesprochen hatte. „Das waren eigentlich ganz nette Burschen.“ Illertissens Regionalliga-Koordinator Matthias Endler berichtete gegenüber unserer Zeitung von rund 200 Fans, die nicht unbedingt aus der näheren Umgebung stammten. Das Zusatzpublikum kam aus Nürnberg, Fürth, Stuttgart, Kaiserslautern oder Ulm, so hat es die Polizei registriert. Solche Fan-Anwerbeaktionen hat es schon bei früheren Spielen gegeben, um bei Auswärtsspielen die Illertisser Reihen mit Auswärtigen aufzufüllen.

Es habe während des Spiels eigentlich keinen Ärger gegeben, sagt Matthias Endler, bis auf eine Szene: Zwei FVI-Fans versuchten nach Darstellung der Polizei, ein Banner vom Zaun des Münchner Blocks zu reißen. Bei beiden wurden die Personalien aufgenommen. Die Männer wurden aus dem Stadion gewiesen. Mehr sei rund um das Spielfeld nicht passiert, beteuert Matthias Endler ebenso wie sein Vater, der Vereinsvorsitzende Toni Endler: „Im Stadion war alles sehr friedlich.“ Was danach passierte, darüber habe er keine Informationen, er wolle das auch nicht kommentieren.

Nach Darstellung der Polizei ging der Zoff nach dem Abpfiff los. FVI-Anhänger sollen Bayern-Fans immer wieder provoziert haben, bis es schließlich zu Handgreiflichkeiten kam. Die Polizei, die mit einem massiven Aufgebot zugegen war, ging dazwischen. Sie musste mit Pfefferspray und Schlagstöcken für Ruhe sorgen. Ein Beamter wurde durch einen Schlag ins Gesicht verletzt. Von den vier Festgenommenen stammte offenbar keiner aus Illertissen. Sie kamen von deutlich weiter her, unter anderem aus Nürnberg und München. Matthias Endler bedauert den Zusammenstoß, beteuert aber, so etwas komme hin und wieder nach Spielen vor. In Illertissen war es bis dahin jedoch in der Vergangenheit friedlich geblieben.

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