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Augsburg/Bellenberg

10.10.2017

Auszeichnung für liebevolle Pflege

Anna Maria Aschmer (links) wurde von der bayerischen Gesundheitsministerin Melanie Huml mit dem „Weißen Engel“ ausgezeichnet.
Bild: Gesundheitsministerium

Seit 16 Jahren ist die Bellenbergerin Anna Maria Aschmer für ihren Mann da – und erhält nun den „Weißen Engel“.

Als Anna Maria Aschmers Ehemann vor rund 16 Jahren schwer erkrankte, gab es für die Bellenbergerin nur eine Option: Sie wollte ihren Partner selbst zuhause pflegen. „Das ist doch gar keine Frage“, sagt Aschmer ohne zu zögern. Obgleich ihre Worte wie selbstverständlich klingen, steckt viel Engagement, Kraft und Mut hinter diesem Schritt. Die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml hat die Bellenbergerin deshalb mit dem „Weißen Engel“ ausgezeichnet.

Insgesamt zehn Frauen und Männer aus ganz Schwaben durften die Ehrung gestern in Augsburg entgegennehmen. Mit dem Preis würdigt die Bayerische Regierung Personen, die sich über lange Zeit ehrenamtlich im Gesundheits- oder Pflegebereich engagiert haben.

Dass auch Aschmer unter den Preisträgern ist, habe sie erst kurz vorher erfahren. Die Gemeinde Bellenberg habe sie für den Preis vorgeschlagen und vor etwa einer Woche dann angerufen: „Ich war ganz überrascht. Ich wusste ja gar nicht, dass es so etwas überhaupt gibt“, sagt Aschmer, die selbst lieber im Stillen wirkt. Über die Auszeichnung habe sie sich dann aber sehr gefreut. „Es ist schön, wenn die Arbeit gewürdigt wird.“

Aschmers besondere Fürsorge würdigte dann auch Gesundheitsministerin Huml. „Seit vielen Jahren pflegen sie ihren Ehemann liebevoll und aufopfernd im eigenen Zuhause“, sagte Huml in ihrer Laudatio. Durch einen Schlaganfall, den Aschmers Ehemann mit Mitte 60 erlitten habe, habe sich das ganze Leben der Familie schlagartig geändert. Bereitwillig habe die Seniorin das Schicksal ihres Ehemanns als ihre Lebensaufgabe angenommen, so die Ministerin. Eine „Fürsorge, die in der heutigen Zeit nicht mehr selbstverständlich ist“. Tag und Nacht sei Aschmer für ihren Gatten da – „eine Aufgabe, die nicht nur körperlich Kraft kostet, sondern auch mit vielen Entbehrungen verbunden ist“.

Und dennoch, so habe sich Huml sagen lassen, habe die Bellenbergerin für jeden immer „ein herzliches Lächeln ‚auf Lager‘“.

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