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Babenhausen

06.03.2020

Babenhauser Aussegnungshalle wird trocken gelegt

Die Aussegnungshalle in Babenhausen ist baufällig. Die Mehrheit der Räte stimmte für eine Sanierung.
Bild: Alexander Kaya (Archivbild)

Die Mehrheit der Babenhauser Räte stimmt dafür, das Gebäude auf dem Friedhof zu sanieren.

Die Marschrichtung steht fest: Die Aussegnungshalle auf dem Babenhauser Friedhof soll saniert werden. Ein Neubau dürfte damit vom Tisch sein. Wie berichtet, war der schlechte Zustand des Gebäudes in mehreren Sitzungen bemängelt worden. Bereits im Mai 2019 schaute sich der Bauausschuss die Aussegnungshalle vor Ort an. So freute sich Friedhofsreferentin Beatrix Käßmeyer ( CSU ), dass nun endlich eine Entscheidung fiel.

Die Wände sind feucht, die Fundamente vom Frost geschädigt, Putz bröckelt von der Wand: Am Bauwerk inmitten des Friedhofs muss augenscheinlich etwas getan werden. Dass es mit ein bisschen Farbe längst nicht getan ist, darüber waren sich die Markträte einig. Nicht aber, ob eine Sanierung sinnvoll ist.

Auch ein Neubau stand zur Debatte. Barbara Kreuzpointner (LeB) sprach sich in der jetzigen Sitzung erneut für „etwas Modernes und Zweckmäßiges“ aus; einen Ort, an dem sich Angehörige verabschieden könnten. Zumal die Kosten für eine Sanierung nicht zu verachten seien. Laut Dieter Miller ( FW ) sind zwischen 150 000 und 200 000 Euro veranschlagt. Eine Begutachtung von Fachfirmen habe ergeben: Das Mauerwerk ist zwar durchnässt, aber noch in einem guten Zustand und kann erhalten werden. Das Fundament müsste abgedichtet, der Innen- und Außenputz abgeschlagen und durch ein Material ersetzt werden, das Feuchtigkeit reguliert.

Babenhauser Aussegnungshalle wird trocken gelegt

Josef Deggendorfer ( FW ) nannte die Aussegnungshalle sanierungsbedürftig, aber zugleich sanierungswürdig. Fraktionskollegin Ilona Keller sagte: „Ich könnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, da ein modernes Gebäude hinzusetzen.“ Dem stimmte Werner Sutter ( CSU ) zu und warb nicht zum ersten Mal für einen Erhalt des Gebäudes: „Es stellt ein Schmuckstück dar in meinen Augen.“ Zum Abschiednehmen böte sich die Friedhofskapelle an, in die der Markt ebenfalls Geld gesteckt habe. Andreas Birk ( CSU ) wies darauf hin, dass dies für Menschen, die keiner Glaubensrichtung angehören, nicht die beste Lösung sei. Andere Gemeinden hätten „Begegnungsstätten“ eingerichtet, die sich etwa auch für Vorträge eignen.

Auch die nicht vorhandene Barrierefreiheit wurde angesprochen. Lange Rampen mit Geländern würden laut Deggendorfer die Optik der ansehnlichen Aussegnungshalle beeinträchtigen. Hierfür müssten Lösungen gefunden werden, sagte Miller. Birk : „Wenn wir das Gebäude erhalten, sollten wir schon schauen, dass es zugänglich ist.“

Lesen Sie außerdem einen vorausgehenden Bericht zum Thema: Soll ein Neubau die Babenhauser Aussegnungshalle ersetzen?

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