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Babenhausen

29.01.2019

Babenhauser Feuerwehr hat viel zu tun

Ein Großteil der Feuerwehreinsätze umfasst Technische Hilfeleistungen. Die Feuerwehren helfen dann etwa, Ölspuren zu beseitigen oder Personen und Fahrzeuge nach Verkehrsunfällen zu bergen.
Bild: A. Kaya (Symbolbild)

Die Löschkräfte rückten im vergangenen Jahr 86 Mal aus. Längst nicht nur, wenn es brannte. Das Spektrum der Arbeit wird immer breiter. Eine Bilanz.

Fast 1300 Stunden ist die Freiwillige Feuerwehr Babenhausen im vergangenen Jahr im Einsatz gewesen. Jeweils knapp die Hälfte der Stunden entfiel auf Brandeinsätze und Technische Hilfeleistungen. Die Zahl der Einsätze zeigt allerdings, dass sich die Feuerwehr weitaus öfter mit Technischen Hilfeleistungen zu beschäftigen hat, als mit Feuer und Rauch: Diese Aufgaben machten rund Dreiviertel der Einsätze aus.

Kommandant Reinhard Liedel sprach von einer „anspruchsvollen und zeitintensiven Feuerwehrarbeit“. Um den hohen Ausbildungsstand halten und weiter erhöhen zu können, seien Fortbildungen und regelmäßiges Üben unerlässlich. 2018 fanden rund 50 Einzel- und Gruppenübungen statt. Aber auch Übungen mit benachbarten Wehren standen auf dem Programm.

Stellvertretender Kommandant Harald Polzer präsentierte eine detaillierte Einsatzstatistik. Auf 64 Technische Hilfeleistungen entfielen knapp 640 Einsatzstunden, das Gleiche gilt für die 19 Brandeinsätze. Bei 66 aktiven Feuerwehrlern bedeutet das statistisch gesehen eine Einsatzzeit von jeweils knapp 20 Stunden im Jahr.

Das Einsatzspektrum ändere sich laufend

Auf die Stützpunktfeuerwehr habe ein „enormes Arbeitspensum“ gewartet, zumal sich das Einsatzspektrum laufend ändere. Hecken Carports und Kamine brannten, aber auch Autos und eine Biogasanlage. Im Bereich der Technischen Hilfeleistungen ragte das Beseitigen von Ölspuren, Bergungen bei Verkehrsunfällen und die Suche nach vermissten Personen ebenso heraus, wie das Ausleuchten bei Polizeieinsätzen oder das Entfernen von Überschwemmungsschäden und umgestürzten Bäumen. Doch auch Sicherheitswachen, Tierrettungen und Fehlalarme waren zu verzeichnen. Übereinstimmend stellten die Führungskräfte fest, dass die Aufgaben „mit der unaufhaltsamen Technisierung unserer Umwelt sicherlich noch anspruchsvoller und aufwendiger werden“. Dafür sei das Engagement jedes Einzelnen, aber auch der Zusammenhalt innerhalb der Wehr von größter Bedeutung. Zudem sei eine gut funktionierende Jugendarbeit unerlässlich.

Jugendfeuerwehrwart Philipp Winter berichtete von 21 Jugendübungen, die sowohl feuerwehrtechnische Aufgaben, als auch Freizeitangebote umfassten. Höhepunkt war ein Jugendzeltlager in Flensburg. Die sieben Sonderübungen im Vorfeld des Schwäbischen Jugendleistungswettbewerbs führten zu Erfolgen: Die Babenhauser konnten unter 80 teilnehmenden Jugendfeuerwehren die Plätze fünf, 17 und 21 erreichen. Bei einem Schlauchkuppelwettbewerb in Krumbach sprang sogar der erste Platz heraus.

Obwohl einige Jugendfeuerwehrler in den aktiven Dienst übergingen, weist die Gruppe noch immer 16 Mitglieder auf. Das lobte Kreisbrandinspektor Jakob Schlögel und Bürgermeister Otto Göppel. Sie betonten vor allem die Schlagkraft der Babenhauser Truppe, welche die Stützpunktfeuerwehr auch auf Ebene der Verwaltungemeinschaft immer wieder unter Beweis stelle.

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