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Babenhausen

01.06.2019

Babenhauser Kulturtage: Unterwegs auf dem Erzengel-Michael-Weg

Um eine Pilgerreise durch Italien ging es in einem Reisebericht in Babenhausen.
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Um eine Pilgerreise durch Italien ging es in einem Reisebericht in Babenhausen.
Bild: Symbolfoto: Tobias Hase/dpa

Susanne Fischer berichtet in Babenhausen von ihrer Pilgerreise durch Italien.

An jenen Tag im Mai 2016 kann sich Susanne Fischer gut erinnern: Nach 24-tägigem Fußmarsch auf dem Erzengel-Michael-Weg, dem ältesten Pilgerweg Italiens, hat die ehemalige Babenhauserin mit ihrer Freundin die letzten Kilometer nach Monte Sant’Angelo in Apulien zurückgelegt. „Wir sind diese Strecke nicht wie viele andere Pilger auf Knien, aber dafür singend gegangen“, berichtet die 55-Jährige. „Als wir uns dem bedeutendsten Michaelsheiligtum Europas am Monte Gargano genähert haben, fühlten wir uns emotional tief berührt und unbeschreiblich glücklich.“ Im Rahmen der Babenhauser Kulturtage gibt Fischer zahlreichen Besuchern im Theater am Espach einen Einblick ins Bildertagebuch ihrer Pilgerreise.

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Mehr als drei Wochen lang sind die Frauen bei Sonne, Wind, Regen, Nebel und Kälte auf dem Erzengel-Michael-Weg, der Fortsetzung des berühmten Franziskuswegs, gepilgert. In Tagesetappen zwischen 15 und 31 Kilometern haben sie malerische Landschaften gesehen, mussten aber teils schlecht begehbare Strecken bewältigen. In solchen Fälle fanden sie im GPS-Navigationssystem Orientierung. Mit einem zehn Kilogramm schweren Rucksack sind die Pilgerinnen über Stock und Stein, durch Wiesen, Gestrüpp und Matsch gewandert. „Manchmal erschienen uns die krassen Steigungen unendlich. Und wenn es wieder mal bergab ging, wussten wir, dass der nächste Hügel nicht weit sein kann“, erzählt Fischer.

Susanne Fischer berichtete in Babenhausen von ihrer Pilgerreise.
Bild: Claudia Bader

Oftmals wurden sie auf dem Weg durch die Hügel und Berge der Abruzzen von Wetterlaunen des 2016 verhältnismäßig kalten Mai überrascht und völlig durchnässt. „Aber als kurze Zeit später die Sonne wieder vom Himmel strahlte, waren alle Mühen und Strapazen rasch vergessen“, so Fischer. Während des Fußmarsches sind sie und ihre Freundin kaum einer Menschenseele begegnet. „Als wir am Spätnachmittag oder abends müde und hungrig das Ziel unserer jeweiligen Tagesetappe erreichten, sind wir von den Menschen in Dörfern und Städtchen meistens herzlich empfangen und bewirtet worden.“ Die Gastfreundschaft trug dazu bei, dass die Frauen am nächsten Tag den Weg gestärkt und optimistisch fortsetzen konnten.

Babenhauser Kulturtage: Unterwegs auf dem Erzengel-Michael-Weg

Mittlerweile hat Susanne Fischer schon eine weitere Pilgerreise unternommen und Pläne für die nächste im Kopf. „In unserer schnelllebigen Zeit ist das für mich die ideale Möglichkeit, runterzukommen und etwas für sich selbst zu tun.“ (clb)

Weitere Programmpunkte der Babenhauser Kulturtage:

„Gesänge zur Nacht“ im Ahnensaal
Musikalisches Geschenk – nicht nur für Mütter
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