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Babenhausen

04.12.2020

Babenhauser Reitverein: Die Ställe erstrahlen in neuem Glanz

Unser Bild zeigt (von links) den neuen Vorsitzenden des Reit-, Fahr- und Zuchtvereins Babenhausen, Thomas Escher, seine Stellvertreterin Ute Thater und den mehrfachen bayerischen Meister im Springen, Edwin Schmuck, als neue Pächter der Anlage.
Bild: Claudia Bader

Plus Beim Babenhauser Reit-, Fahr- und Zuchtverein ist gerade viel in Bewegung. Helfer leisteten Hunderte ehrenamtliche Stunden, um den Stall zu sanieren.

Die neue, helle Holzverkleidung der Ställe lässt es schon von Weitem erkennen: Auf dem Gelände des Reit-, Fahr- und Zuchtvereins (RFZV) hat sich einiges getan.

In aufwendiger Arbeit haben Mitglieder die bestehenden Gebäude renoviert, sodass sie jetzt optimal genutzt werden. Ein Jahr nach seiner Wahl zum Vorsitzenden kann Thomas Escher zufrieden auf die Entwicklung des im Jahr 1956 gegründeten Vereins zurückblicken. Um die Bedingungen für die Reitsportler weiter zu verbessern, ist unter anderem die Sanierung des Turnierplatzes geplant, sagt er.

Freiwillige Helfer leisteten Hunderte ehrenamtlicher Stunden im Babenhausen

Da der Babenhauser Verein aufgrund der Corona-Pandemie heuer nur zwei Turniere ausrichten konnte, haben die Mitglieder ihre Energie und Motivation auf eine andere Weise genutzt: Sie haben den früher für die Unterbringung von Kutschen sowie als Lager genutzten Fahrstall zum neuen Schulpferdestall umgebaut. Die marode dunkle Holzverkleidung wurde durch helle Bretter ersetzt und das Dach neu eingedeckt. Nach dem Entfernen der Decke ist das Gebäude jetzt bis zum Dachstuhl offen und gut durchlüftet. Plexiglasscheiben am Giebel sorgen für mehr Licht in den vergrößerten Pferdeboxen.

Sämtliche Arbeiten wurden während Hunderten von ehrenamtlichen Stunden geleistet, berichtet der RFZV-Vorsitzende. Unter Einhaltung der coronabedingten Hygienemaßnahmen hätten rund zehn freiwillige Helfer fast jedes Wochenende gearbeitet. Das Material für die neuen Holzverkleidungen sowie Steine und die Dachziegel wurden von einigen Babenhauser sowie einer auswärtigen Firma gesponsert. „Ohne diese Spenden wäre das nicht möglich gewesen“, sagt Escher.

Mit der hellen Holzverkleidung sowie Plexiglasverkleidung sieht der Schulpferdestall aus wie neu.
Bild: Claudia Bader

Edwin Schmuck ist der neue Pächter für die Stallungen

Mit Edwin Schmuck, dem amtierenden mehrfachen bayerischen Meister im Springen, habe der RFZV nach 15-jähriger Pause seit Juli 2020 wieder einen neuer Pächter für die Stallungen und die Reithalle gefunden. Für den bekannten Reitsportler, der mit seinen eigenen Pferden Privat- und Springunterricht gibt, wurden im Zuge der Renovierung des alten Gebäudeanbaus sieben neue Boxen geschaffen. Außerdem wurde ein altes Stallgebäude reaktiviert und mit weiteren fünf Boxen ausgestattet, informiert Escher. Die vereinseigenen Schulpferde werden weiterhin von Annegret Micheler betreut.

Laut Zweiter Vorsitzenden Ute Thater zähle der Reit-, Fahr- und Zuchtverein derzeit 250 Mitglieder, darunter rund 100 Kinder und Jugendliche. Um bereits die Kleinen für den Pferdesport zu begeistern und somit den Nachwuchs für den Verein zu sichern, habe man Anfang des Jahres 2020 einen „Ponyclub“ gegründet. Dieser werde ausschließlich von jugendlichen Vereinsmitgliedern geleitet, die Kinder ab fünf Jahren ans Pferd heranführen. Auch die Zweite Vorsitzende freut sich über das ehrenamtliche Engagement, das beim RFZV in beispielhafter Weise geleistet werde – angefangen bei der Pflege der Pferde und Anlagen bis hin zum Einsatz bei den Turnieren und in der Cafeteria.

Der Turnierplatz an der Bahnhofstraße soll mit einem anderen Untergrund für alle Wetterlagen gewappnet sein.
Bild: Claudia Bader

Was der Babenhauser Verein für die Zukunft plant

Auch künftig wolle der Babenhauser Verein seine Anlage sowie die Bedingungen für Reitsportler weiter verbessern. „Es gibt noch einige Holzwände, die durch neue ersetzt werden müssen“, sagt Vorsitzender Escher. Mit der Sanierung des Turnierplatzes an der Bahnhofstraße stehe im nächsten Jahr eine größere Maßnahme an. Nachdem der RFZV sein Gelände für weitere 25 Jahre pachten konnte, wolle er die Bodenverhältnisse des Platzes verbessern. „Dies gibt uns bei der Planung von Turnieren mehr Sicherheit“, so der Vorsitzende. Der bestehende Grasbelag biete vor allem bei Regen ungünstige Bedingungen.

„Bei unvorhersehbarer Wetterlage haben sich bisher viele Springreiter nicht für Babenhausen entschieden, sondern lieber für Turniere mit sicheren Plätzen“, sagt Escher. Deshalb werde der 4500 Quadratmeter große Turnierplatz an der Bahnhofstraße jetzt einen anderen Untergrund bekommen. Mit einem Dreischichtaufbau soll der Platz für alle Wetterlagen gerüstet sein. Aufgrund dieser verbesserten Bedingungen wolle der RFZV wie auch in den zurückliegenden Jahren zahlreiche Reitsportler aus der näheren und weiteren Umgebung nach Babenhausen locken.

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