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Babenhausen

10.12.2019

Babenhauser SPD stellt keine Marktratskandidaten

Der SPD-Ortsverein Babenhausen zieht sich kommunalpolitisch zurück: Er wird für die Wahl im kommenden März keine Liste präsentieren.
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Der SPD-Ortsverein Babenhausen zieht sich kommunalpolitisch zurück: Er wird für die Wahl im kommenden März keine Liste präsentieren.
Bild: Daniel Karmann, dpa (Symbolbild)

Die Sozialdemokraten in Babenhausen finden keine Bewerber für eine Liste. Die Vorsitzende des Ortsvereins strebt dafür einen Sitz im Unterallgäuer Kreistag an.

Die Babenhauser SPD wird keine eigene Liste für die Kommunalwahlen 2020 präsentieren. Das teilt die Ortsvorsitzende Karin Steck gegenüber unserer Redaktion mit. Außerdem gibt es ihr zufolge weder eine Listenverbindung, noch treten SPD-Mitglieder – wie Alex Maier-Graf bei der vergangenen Kommunalwahl – auf der „Liste engagierter Bürger“ (LeB) an.

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Wie Karin Steck berichtet, habe sich auch nach mehreren Telefonaten niemand dazu bereit erklärt, auf einer SPD-Liste für den Babenhauser Marktrat zu kandidieren. Sie selbst sei beruflich und durch Nebentätigkeiten eingespannt, sodass sie ebenfalls nicht als Bewerberin für das Gremium zur Verfügung stehe.

Mit einer gewissen Frustration zieht Steck auch ein Fazit aus der SPD-Versammlung, die im Juli in der Marktgemeinde stattfand. Obwohl es vorab in der Einladung geheißen hatte, dass es bei der Zusammenkunft um Brennpunkte in und um Babenhausen gehen wird, fanden sich laut Steck keine „neuen Gesichter“ ein. Auch der Hilferuf, dass die Zukunft des Ortsvereins auf dem Spiel steht, verhallte ihr zufolge ungehört. Den verbliebenen Parteimitgliedern, inklusive ihr selbst, sei es nicht gelungen, junge Menschen an die SPD heranzuführen oder gar für ein öffentliches Engagement zu begeistern.

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Der Bestand des SPD-Ortsvereins Babenhausen stehe seit Jahren auf der Kippe. Da trotz mehrerer Appelle niemand Interesse für sozialdemokratische Themen vor Ort zeigte, steht wohl demnächst eine Auflösung des Ortsvereins an. Angesichts einer Mitgliederzahl, die sich an zwei bis drei Händen abzählen lässt, wäre dies eine nahe liegende Schlussfolgerung. Die im Juli ins Auge gefasste Fusion mit dem SPD-Ortsverein Boos blieb offensichtlich in den Kinderschuhen stecken. Laut Karin Steck hat sich diesbezüglich im vergangenen halben Jahr nichts getan.

Karin Steck ist Vorsitzende des Ortsvereins.
Bild: Fritz Settele (Archivbild)

Trotzdem will der SPD-Ortsverein im Kommunalwahlkampf Flagge zeigen. So sollen im Fuggermarkt ein bis zwei Wahlkampfauftritte mit dem Landratskandidaten Michael Helfert stattfinden. Steck hält ihn für „den einzig wahren Landratskandidaten“. Das SPD-Fähnlein im Unterallgäu aufrecht zu erhalten, sei nicht zuletzt der demokratischen Vielfalt geschuldet. So seien oftmals SPD-Vorschläge zwar abgelehnt, dann aber in abgewandelter Form von der CSU wieder aufgegriffen worden, findet Steck.

Da mit Helmut Koch der einzige SPD-Kreisrat aus dem Raum Babenhausen zum Ende der Legislaturperiode aufhören wird, hat sich Karin Steck dazu bereit erklärt, auf der Kreistagsliste der Sozialdemokraten zu kandidieren. Sie erhofft sich einen der ersten zehn Listenplätze, um eine reelle Chance zu bekommen. Ihre Steckenpferde sind der Öffentliche Nahverkehr, die Umweltproblematik und die medizinische Versorgung auf dem Land, inklusive der Krankenhaussituation samt Pflegeplätzen im Unterallgäu. Außerdem will sie sich in den Bereichen Frauen, Kinder und Jugend engagieren, wie sie es schon als Babenhauser Markträtin getan hatte.

Wie berichtet, haben in Babenhausen bislang der Grünen-Ortsverband und die Junge Wähler Union (JWU) ihre Kandidaten für den Marktrat nominiert. Die CSU trifft sich am morgigen Donnerstag.

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