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Bühne

13.10.2016

Babenhauser Totentanz als Krimi

Die Wirtschaft wird zur Nachrichtenbörse im Dorf. In der neuen Produktion der Theatergruppe Schmiere spielen sich in dem kleinen Ort merkwürdige Todesfälle und Ungereimtheiten ab.
Bild: Hannes Spindler

Neue Produktion der Theatergruppe „Schmiere“ hat am 22. Oktober Premiere

Der Titel des neuen Stücks der Theatergruppe Schmiere „Totentanz“ lässt vielleicht wieder den einen oder anderen zusammenzucken. Aber der „Totentanz“ ist untrennbar mit Babenhausen verbunden. Da die seit 1989 selbst geschriebenen Bühnenwerke der Schmiere oft regionalen und historischen Bezug haben, lag es auf der Hand, dem diesjährigen Stück Babenhauser Kultur einzuverleiben. Die Idee, einen Krimi aus diesem Stoff zu machen, stammt von Michael Dreier.

Auf überraschende Weise interpretiert und inszeniert wird das entstandene Schauspiel in sechs Akten nun von Ellen Wildermuth. In dem Stück geht es darum, dass in einer kleinen Gemeinde der Pfarrer etwas unternehmen will, da sein Gottesdienst immer schlechter besucht wird. Es muss Farbe in die kleine Kapelle gebracht werden. Er findet einen Maler, der sieben Bilder in Form eines Totentanzes malen soll. Doch plötzlich gibt es merkwürdige Todesfälle, Ungereimtheiten und ein paar Zufälle zu viel für die friedliche Dorfgemeinde. Was ist nur mit diesem Maler los? Hat er den sechsten Sinn oder steckt etwas anderes dahinter?

Nicht zuletzt um diese Fragen dreht sich das Stück, wobei sich die Theaterfreunde die Lösungen in den insgesamt neun Aufführungen holen können. Die Premiere dazu findet am Samstag, 22. Oktober (Beginn 19.30 Uhr), im Theater am Espach statt. Dafür laufen die Vorbereitungen unter der Gesamtleitung von Ellen Wildermuth derzeit auf Hochtouren. Dabei gilt es 44 Mitwirkende auf, hinter und unter der Bühne zu koordinieren. Parallel dazu sorgt Andreas Fuchs mit seinem siebenköpfigen Team für das Bühnenbild, wozu während den Aufführungen noch zusätzliche Bühnenumbau-Helfer kommen.

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Anja Fuchs, Ulla Rothenbacher und Christine Kölsch versetzen die Schauspieler mithilfe von Kostümen, Maske und Frisuren in die passende Zeit, während Hannes Spindler die Grafikarbeiten bewältigt.

Vervollständigt wird das Stück durch Bilder aus der Kapelle St. Maria in Babenhausen und von Liedausschnitten aus Otto Jochums Oratorium. Dank der freundlichen Unterstützung und Genehmigung durch Fritz Fahrenschon wurden die Lieder durch fünf Schmiere-Musiker passend zum Stück arrangiert und eingespielt. Mit 21 Sängerinnen und Sängern wurden die Werke in unterschiedlichen Besetzungen eingesungen und aufgenommen, sodass das Schmiere-Theater dieses Jahr wieder Neuland betritt und die musikalische Umrahmung „vom Band“ einspielt.

Schmiere wäre aber nicht Schmiere, wenn das Publikum sich nicht kritisch hinterfragt. So lauten die letzten Zeilen des Ankündigungs-Flyers: „Menschen können doch sehen und hören? Aber sie können auch wegsehen und weghören. Welche Sorte Mensch sind Sie? Finden Sie es heraus und vielleicht sind sie am Ende überrascht.“

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