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Babenhausen

24.01.2020

Babenhauser Zehentstadel: Gesprächsrunde steht an

Die Sanierung des Zehentstadels ist nicht nur ein millionenschweres Projekt, sondern auch eines, das sich zieht.
Bild: Alexander Kaya (Archivbild)

Plus Die Babenhauser Markträtin Ilona Keller fordert ein Nutzungskonzept. Der Bürgermeister verweist auf finanzielle Fragen, die zu klären sind.

Der Fuggersche Zehentstadel in Babenhausen soll im Februar im Mittelpunkt einer Gesprächsrunde stehen. Vertreter derjenigen Stellen, die Zuschüsse in Aussicht gestellt haben, werden sich laut Bürgermeister Otto Göppel ( CSU) treffen. Gemeinsam sollen die Fördergeber – dazu gehören unter anderem der Bund, die Regierung von Schwaben und der Denkmalschutz – dabei das weitere Vorgehen auf dem Weg zur Instandsetzung des markanten Gebäudes ausloten.

Wie berichtet, soll der mit zahlreichen Gauben bestückte Zehentstadel im Osten des Schlossgeländes saniert und künftig für Veranstaltungen genutzt werden. Geplant ist, dass dort in Kooperation mit dem Haus Fugger ein Gemeindesaal für den Markt Babenhausen entsteht. Wie zu erfahren ist, werden derzeit auch Gespräche über eine weitergehende Nutzung des Gebäudes geführt. Um welche Überlegungen es sich konkret handelt, will der Bürgermeister derzeit, ohne sich auf Fakten stützen zu können, nicht bekannt geben.

Bund stellt vier Millionen Euro in Aussicht

In der jüngsten Sitzung des Marktrats hatte Ilona Keller (Freie Wähler) das Thema Zehentstadel am Ende des öffentlichen Teils angesprochen. Sie forderte die Vorlage eines konkreten Nutzungskonzepts. Ihre Fraktion habe schon 2011 beantragt, ein solches auszuarbeiten, sagte sie. Bürgermeister Göppel verwies darauf, dass eine Kostenschätzung vorliege, auch wenn die zugrunde liegenden Untersuchungen des Gebäudes vor ein paar Jahren vorgenommen wurden. Auch die Gemeindesaal-Pläne spiegelten sich ihm zufolge darin wider. Ohne eine solche Berechnung wäre eine Akquise von Fördergeldern auch nicht möglich gewesen, ergänzte Rätin Barbara Kreuzpointner (LeB). Wie berichtet, wurden im Rahmen des sogenannten Vorprojekts, bei dem Experten das Schlossareal unter die Lupe genommen hatten, Kosten in Höhe von etwa acht Millionen Euro für die Maßnahmen am Zehentstadel angesetzt.

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Außerdem erinnerte Göppel in der Sitzung daran, dass vor wenigen Wochen ein wichtiger Schritt gelungen sei. Wie berichtet, wurde dem Markt im November ein großer Batzen Geld vonseiten des Bundes für die Sanierung und Umnutzung des Zehentstadels in Aussicht gestellt: vier Millionen Euro – mehr als erwartet. Der Eigenanteil, den die Kommune zu tragen hätte, bliebe damit überschaubarer. Rätin Ilona Keller forderte: „Ich will eine Aufstellung von Soll und Haben. Nicht nur über zugesagte, sondern über zugesicherte Zuschüsse.“

Göppel erklärte gegenüber unserer Redaktion, dass bei dem Treffen im Februar mitunter geklärt werden soll, wie die in Aussicht gestellten Zuschüsse voneinander abhängen. Bisher seien Einzelgespräche mit den verschiedenen Stellen geführt worden, ob in Berlin, München oder Augsburg. Nun solle eine gemeinsame Besprechung – „zum ersten Mal in dieser Runde“ – stattfinden. „Ein Nutzungskonzept kann in Auftrag gegeben werden, wenn man weiß, welche Förderung kommt.“

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