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Bauausschuss 1

12.02.2015

Bäume sind Radfahrern im Weg

Diese Engstelle bereitet der Stadt Probleme: Für den Ausbau der Straße müssen die Bäume am Auer Sportplatz voraussichtlich weichen.
Bild: Ronald Hinzpeter

Für die Straßenverbreiterung in Au müssen sie weichen. Planer: Geht nicht anders

Diskussionen gab es schon viele, jetzt wird das Problem angegangen: Die Stadt will die Straße Zur Aumühle sowie ein Teilstück der Betlinshauser Straße zwischen Bahnübergang und dem Westrand des Sportgeländes ausbauen. Die Fahrbahn wird breiter und um einen Radweg ergänzt. Das ist allerdings nicht so einfach, denn dem stehen etliche Bäume im Weg.

Genau gesagt sind es 20 Stück, die am Rande des Sportplatzes wachsen. Sie müssen für die Verbreiterung weichen. Das kündigte in der jüngsten Bauausschusssitzung Roland Schmuck vom Ulmer Planungsbüro Wassermüller an. Er bedauerte, dass sich der Ausbau „nicht anders realisieren lässt“. Das Problem sind die Privatgrundstücke im Süden der Straße, von denen nichts abgezwackt werden kann. Also müssen wohl die Bäume fallen.

Das bezeichnete Bürgermeister Jürgen Eisen in der Sitzung als „großes Problem“. Die Stadt werde mit den Bürgern reden. Eine Anliegerversammlung plant die Stadtverwaltung für Mitte März. Eisen versicherte, es würden neue Bäume in unmittelbarer Nähe auf einem städtischen Grundstück gepflanzt.

Auch Dietmar Haas (CSU) erhob Bedenken: „Ich mache mir Sorgen wegen der Bäume.“ Deshalb schlug er vor, den Gehweg hinter sie zu verlegen und ihn dafür etwas schmaler auszubauen. Doch diese Idee hatte der Bürgermeister auch schon, wie er sagte. Allerdings lässt sie sich nicht umsetzen. Er habe bereits mit dem Sportverein Kontakt aufgenommen, doch der habe ihm klargemacht, er könne keinen Boden mehr abtreten, denn das gehe zulasten des Spielfeldes. Das sei dann nicht mehr normgerecht. Eckbälle könnten zum Beispiel nicht mehr vernünftig getreten werden.

Wie Schmuck erläuterte, soll in diesem Bereich die Fahrbahn von jetzt fünf Metern auf sechs Meter verbreitert werden. Die Brücke an der Aumühle bleibt weiterhin eine Engstelle, doch das lässt sich nicht vermeiden. Wie Bürgermeister Eisen nach der Sitzung gegenüber unserer Zeitung erläuterte, wäre eine Verbreiterung an dieser Stelle unverhältnismäßig teuer geworden. Auf freiem Feld kann die Fahrbahn schließlich 6,50 Meter Breite bekommen, wie es das einschlägige technische Regelwerk für den Straßenbau vorsieht.

Insgesamt kostet die Maßnahme voraussichtlich knapp 750000 Euro. Sie wird jedoch nicht auf einmal durchgezogen, sondern in zwei Etappen: Das erste Teilstück, zu dem auch der Sportplatz-Abschnitt gehört, will die Stadt noch heuer in Angriff nehmen, so Bürgermeister Eisen. Voraussichtlich im Jahr darauf folgt der Rest. Wichtig sei der Ausbau wegen der Radfahrer, sagte er, obgleich er einräumte, es seien nicht sehr viele Schüler von Betlinshausen nach Au unterwegs. Dennoch herrsche wegen des Sportplatzes auch am Nachmittag auf der Route ein stetiger Velo-Verkehr. Deshalb sei es wichtig, einen durchgehenden Radweg zu haben, der allerdings auf nicht absehbare Zeit weiterhin am Bahnübergang unterbrochen sein wird. Weil der Ausbau dieser schmalen und ausgesprochen holprigen Straße nun angegangen wird, sagte Ansgar Bauer (FW), er freue sich sehr darüber, denn diese Strecke stelle ein jahrzehntelanges Problem dar.

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