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Kellmünz

25.10.2019

Bahnhofsvorplatz in Kellmünz wird teurer

Die ehemalige Güterhalle soll zu einer Kulturhalle werden. Der Außenbereich wird umgestaltet.
Bild: Armin Schmid

Zugreisende sollen in Kellmünz an einem möglichst attraktiven Ort begrüßt werden. Eine neue Kulturhalle treibt die Kosten für die Neugestaltung weiter in die Höhe.

Die Kosten für die Neugestaltung des Kellmünzer Bahnhofsplatzes und der Bahnhofstraße in diesem Bereich steigen immer weiter an. Bislang lag die Kostenschätzung bei rund 300.000 Euro. Nun soll das Projekt nahezu das Doppelte kosten, nämlich etwa 550.000 Euro.

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Allerdings deckt diese Summe auch den Außenbereich an der künftigen Kulturhalle ab. Der bestehende bestehenden Parkplatz gegenüber des Kellmünzer Bahnhofs soll laut aktuellen Plänen in eine Buswendeschleife mit Park and Ride-Parkplatz umgewandelt werden. Da die Buswendeschleife entsprechend Platz benötigt, ist die Anzahl der Parkplätze begrenzt. Laut Planer Lothar Beck vom Büro Lars Consult könnten auf der Fläche 42 Stellplätze eingeplant werden.

Neu an dem Konzept ist, dass auch die künftige Kulturhalle darin berücksichtigt wird. Die ehemalige Güterhalle am Bahnhof soll saniert werden und später Platz für kulturelle Veranstaltungen bieten. Dazu soll eine barrierefreie und behindertengerechte Bushaltestelle direkt vor dem Bahnhofsgebäude entstehen.

Bahnhofsvorplatz in Kellmünz wird teurer

In einer Multifunktionshalle können Räder abgestellt werden

Von Bedeutung ist zudem, dass es künftig einen durchgehenden Gehweg geben wird. Verkehrsberuhigende Maßnahmen werden ebenfalls mit eingeplant. Das bedeutet in der Konsequenz, dass die Bahnhofstraße teilweise von sechs auf fünf Meter verengt wird. Zwischen Bahnhofsgebäude und der künftigen Kulturhalle soll es einen überdachten Multifunktionsplatz geben. Dieser könnte zum Abstellen von Fahrrädern, aber auch für Veranstaltungen im Freien genutzt werden. Für Bürgermeister Michael Obst stellt der Bahnhof das Eingangstor zum Ort dar. Er ist der der Ort, den Zugreisende zuerst wahrnehmen.

Man wolle diesen Bereich daher zu einem Aushängeschild machen. Zudem wolle man am Bahnhof einen Kulturbereich schaffen. Mit großen Plänen: „Vom Brot backen bis hin zur Hochzeitsfeier wird im Bereich der Kulturhalle alles möglich sein“, so Obst. Beengt sind die Platzverhältnisse im Bereich der geplanten Buswendeschleife. Entsprechende Fahrversuche mit Bussen sollen Auskunft geben, ob der eingeplante Platz ausreicht.

Für Ziehharmonika-Busse wird es auf alle Fälle zu eng. Um auch diesen Fahrzeugen eine Wendemöglichkeit zu geben, müsste laut Planer Lothar Beck auf eine entsprechende Anzahl an Parkplätzen verzichtet werden. Die Summe von 550.000 Euro schätzt Beck als realistisch für den neuen Bahnhofsplatz ein.

Bahnhofsplatz soll aufgewertet werden

Eine höhere Förderung aus der Dorferneuerung im Bereich von mehr als 60 Prozent federt die Kosten für die Marktgemeinde ab. Der Eigenanteil liegt laut Bürgermeister bei 209.000 Euro. Da man bereits 314.000 Euro im Haushalt eingeplant hatte, spare man sogar 100.000 Euro an gemeindlichen Finanzmitteln ein.

Marktrat Christian Saueressig meinte, dass man den Marktplatz und den Kirchplatz aufgewertet hat und dies beim Bahnhofsplatz auch tun sollte. Nachdem das Gremium die Planung befürwortet hat, soll nun die Antragstellung für die Fördergelder beim Amt für ländliche Entwicklung in die Wege geleitet werden.

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