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05.06.2009

Baiker wirft Leger Kompetenzüberschreitung vor

Senden (ast) - "Alle Bäume, von denen Gefahr ausgeht, müssen weg." Das sagte gestern Sendens Bürgermeister Kurt Baiker auf die Frage unserer Zeitung, wieso drei Riesenpappeln in der Illerstraße der Motorsäge zum Opfer fallen mussten. Bei dieser Gelegenheit will Baiker auch noch ein ernstes Wort mit Anton Leger reden. Der BiSS-Stadtrat und Dritter Bürgermeister habe sich vor Ort bei der Feuerwehr "derart aufgeführt", so Baiker, "das ist Kompetenzüberschreitung". Gestern Mittag gegen 13 Uhr: Anton Leger kam durch Zufall zum "Tatort" und findet es unerhört, wie da klammheimlich am Freitagnachmittag, "wenn alle in den Pfingstferien sind", ohne Vorwarnung Bäume einfach gefällt werden.

Meisel: "Eine Schande"

Das findet auch der Grünen-Fraktionschef Helmut Meisel. Er ist empört. "Das ist ein grober Fehler", sagt er gegenüber unserer Zeitung. Doch weit weg - im Urlaub in Griechenland - konnte er selbst gestern nicht einschreiten.

Meisel findet es "eine Schande", dass in Senden immer wieder Bäume abgesägt werden, "und das, obwohl gerade das Baumkataster in Arbeit ist." Er fragt: "Wurde aus der Sache Engelhartschule denn nichts gelernt?"

Baiker wirft Leger Kompetenzüberschreitung vor

Baiker: "Zu riskant"

Bürgermeister Baiker sieht das genau anders herum. Er erklärt: "Die Feuerwehr hat

von der Stadt den Auftrag, die Pappel in der Illerstraße zu fällen." Die Bäume seien durch den schweren Sturm jüngst erheblich angeknackst, Äste seien bereits auf das Dach des Nachbarhauses gefallen. "Das ist einfach zu riskant." Baiker führt gerade den Vorfall bei der Grundschule an. Dort war bei dem schlimmen Gewitterregen vor Kurzem ein Baum aufs Dach gestürzt.

Doch Anton Leger könne hier nicht einfach eingreifen. "Nicht, wenn ich oder der Zweite Bürgermeister da sind", so Baiker. Leger sei zunächst "nur" Stadtrat und habe hier keine Kompetenzen, die Feuerwehr aufzuhalten. "Das werde ich klären", verspricht Baiker erzürnt.

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