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Bürgerversammlung

21.11.2015

Bauzaun in Stadtmitte stört manchen Illertisser

Der Bauzaun stört nach Meinung einiger Illertisser das Stadtbild – und er sorge für eine Gefahrenstelle, wie es in der Bürgerversammlung hieß.
Bild: Ralph Patscheider

Laut Ex-Stadtrat Reisinger schafft der Bretterverschlag eine Gefahrenstelle für Fußgänger

Ein Bretterverschlag fällt Illertisser Bürgern derzeit besonders ins Auge. Einige der rund 100 Besucher der Bürgerversammlung in der Schranne am Donnerstagabend nickten zustimmend, als Ex-Stadtrat Gerhard Reisinger sich bei Bürgermeister Jürgen Eisen nach dem Bauzaun vor dem historischen Teil der Sauter-Klasar-Gebäude an der Ecke Hauptstraße und Martinsplatz erkundigte.

Nachdem offenbar an dem Haus derzeit nicht weitergebaut werde, sollte die Stadt doch darauf drängen, dass der Zaun entweder abgebaut oder auf dem Gehsteig zurückversetzt werde. Laut Reisinger schafft der Zaun eine Gefahrenstelle, insbesondere für Fußgänger, wegen der Sichtbehinderung aber auch für abbiegende Kraftfahrer.

Bürgermeister Jürgen Eisen würde es begrüßen, wenn der etwa zwei Meter hohe Bretterzaun zumindest für das Weihnachtsgeschäft in der Innenstadt zurückgenommen werde. Er sagte zu, die Stadt werde sich mit den Bauherren in Verbindung setzen. Letztlich kann Eisen für das Weihnachtsgeschäft nur eine Bitte äußern. Denn, wie gestern im Rathaus zu erfahren war, ist die Umfriedung um den denkmalgeschützten Teil des ehemaligen Mayer&Müller-Geschäftshauses noch bis Ende des Jahres von der Stadt genehmigt.

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Mindestens so lange werde der Zaun in der jetzigen Form auf jeden Fall auch stehen bleiben, erklärte Bauherrin Sabrina Klasar auf Nachfrage. An dem Haus werde selbstverständlich weitergebaut und dabei müsse die Verkehrssicherheit permanent gewährleistet sein. Einen Zeitraum wollte Klasar nicht nennen. Der Zaun könne frühestens abgebaut werden, wenn im Erdgeschoss die Fenster installiert seien und das Haus dann geschlossen sei. Ob es einer Verlängerung der Zaun-genehmigung bedürfe, wolle sie gegebenenfalls mit der Stadtverwaltung besprechen.

Die Bauarbeiten an der markanten Stelle in der Illertisser Innenstadt hatten 2013 mit dem Abriss von drei der ehemaligen Mayer & Müller-Gebäude begonnen. An deren Stelle haben die Investoren Sauter und Klasar inzwischen neue moderne Geschäftshäuser errichtet, in denen sich unter anderem eine Bank, eine Versicherungsagentur und Wohnungen befinden. Der denkmalgeschützte Teil direkt an der Ecke, auf dessen Erhalt der Stadtrat vor Baubeginn gepocht hatte, ist noch nicht fertiggestellt.

Zur Bürgerversammlung: Nach den Stadtteilen war am Donnerstagabend zum Abschluss die Kernstadt an der Reihe. Sie verlief ebenso harmonisch wie die vier vorangegangenen Versammlungen. In der Diskussion forderten die Bürger zum Beispiel bessere Sicht bei der Ausfahrt vom Motzparkplatz auf die Ulmer Straße, eine Beleuchtung des Radweges nach Tiefenbach oder mehr Rücksicht auf ökologische Belange bei der Ausweisung von Baugebieten (weiterer Bericht folgt).

Zu Beginn hatte Reisinger den neuen Bürgermeister gelobt. Es mache Spaß zuzusehen, wie Eisen und die Stadtverwaltung Gas geben. Die Stadtratssitzungen würden pünktlich beginnen und die Räte könnten ausreden, ohne anschließenden Kommentar von Eisen, so der Ex-Stadtrat unter Applaus der Zuhörer.

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