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Babenhausen

14.11.2019

Baywa will Standort in Babenhausen erweitern

Die Baywa AG will ihren Standort in Babenhausen vergrößern.
Bild: Andreas Gebert, dpa (Symbolbild)

Der Babenhauser Marktrat stimmt dem Bau einer Montagehalle an der Bahnhofstraße zu – mit Einschränkungen.

Die Baywa AG will eine neue Montagehalle mit Landtechnikwerkstatt an der Babenhauser Bahnhofstraße errichten. Der Marktrat hat dem Bauantrag zugestimmt – mit Einschränkungen.

Bereits zum Jahresanfang hatte eine Anfrage der Baywa die Verwaltung erreicht, bei der mehrere Abweichungen von dem für diesen Bereich geltenden Bebauungsplan abgefragt worden waren. Die Gemeinde und das Landratsamt hatten Befreiungen zugestimmt, etwa hinsichtlich der Dachneigung und Baugrenze. Zudem sind laut Bürgermeister Otto Göppel (CSU) Abweichungen von Abstandsflächen notwendig. Die erforderlichen Unterschriften betroffener Nachbarn lagen in der vergangenen Sitzung nicht vor, sollten aber laut Antrag nachgereicht werden. Die Räte äußerten sich insgesamt positiv zu dem Vorhaben. „Es ist schön, dass Baywa in Babenhausen erweitert“, sagte etwa Martina Gleich (JWU), sah aber die fehlenden Unterschriften kritisch. Laut Göppel stimmt das Landratsamt nur zu, wenn diese auch vorliegen.

Wie viele Parkplätze sind auf dem Gelände erforderlich?

Eine Vorgabe der Gemeinde war es gewesen, dass die Nordfassade zu begrünen ist. Hierzu ließ der Bauherr den Ausführungen des Bürgermeisters zufolge wissen, dass eine solche Begrünung erfahrungsgemäß in heißen Sommern nur schwer zu erhalten sei. Er habe deshalb darum gebeten, lediglich Sträucher pflanzen zu dürfen, die die Fassade auf Sichthöhe verdecken. Der Beschluss fiel für eine Begrünung. Karin Lepschy (Liste engagierter Bürger) wies darauf hin, dass die Baywa im Übrigen selbst Bewässerungssysteme verkaufe.

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Den meisten Diskussionsstoff bot die Zahl der Parkplätze, die für den Neubau auf dem Gelände nachgewiesen werden müssten. Die Frage lautete, inwiefern die Gemeinde dem Unternehmen entgegenkommen und auf Stellplätze verzichten würde. Erforderlich wären laut Bayerischer Verordnung insgesamt 46 Stellplätze, eine Abweichung von insgesamt 24 wurde beantragt. Eine Begründung des Bauherrn: Bei einer Landtechnikwerkstatt komme es zu keiner Kundenfrequenz, die mit einer Kfz-Werkstätte vergleichbar sei. Auch weniger Fahrzeuge würden abgefertigt. Martin Gleich (CSU) sprach sich dafür aus, auf Parkplätze zu verzichten, dies aber gut zu begründen, da die Kommune in manchen Fällen streng gewesen sei. Die Verordnung fordere sechs Stellplätze pro Wartungs- und Reparaturplatz, „da würden aber nie sechs Bulldogs stehen“, argumentierte er. „Das ist eine Befreiung, die sinnvoll und richtig ist.“ Die Mehrheit der Räte befürwortete letztlich einen Kompromiss, einen Verzicht auf 18 Stellplätze. (stz)

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