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Illertissen

15.03.2018

Beim TSV geht es ums große Geld

Eine neue Halle soll gebaut werden: Das war unlängst der Tenor bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des TSV Illertissen. Zwei mögliche Standorte stehen zur Debatte: Beide haben ihren Preis. Deshalb gibt es nun einen Alternativvorschlag.
Bild: Ralf Lienert (Symbol)

Eigentlich sollten die Mitglieder über den Neubau entscheiden. Jetzt stellt ein Antrag weitere Alternativen vor

Eine neue Halle soll gebaut werden: Das war unlängst der Tenor bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des TSV Illertissen. Zwei mögliche Standorte standen zur Debatte: Einer in der Nähe des Reiterhofs Illertal und einer beim Nautilla. Eine Entscheidung wurde nicht getroffen, die Mitglieder bekamen Bedenkzeit. Bis heute. Möglicherweise kommen weitere Alternativen hinzu: TSV-Mitglied Gerhard Reisinger hat einen Antrag vorgelegt. Damit will er anregen, dass über drei Varianten abgestimmt wird. Und zwar geheim, per Brief und von allen.

Reisinger schlägt drei Möglichkeiten vor. Erstens könnte die Jahnhalle nach Vorstellung des Antragstellers insoweit so repariert werden, dass sie etwa zehn Jahre lang genutzt werden kann. Die Tennisplätze sollten an das Kolleg verlagert und ein Teil des Vereinsgeländes verkauft werden, um die Kosten in höhe von 200000 bis 500000 Euro zu erwirtschaften, so Reisinger.

Zweitens könnte beim Nautilla eine Einfachturnhalle (samt Bühne) gebaut werden. Sie soll auch als Gemeinschaftsraum dienen. Ein Teil des Vereinsgrundstücks soll verkauft werden, um die Kosten zu decken. Ziel sei „solide Finanzierung“ ohne Schulden oder Beitragserhöhungen, so Reisinger.

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Bei der Mitgliederversammlung im Januar war man hingegen davon ausgegangen, dass Bedarf an einer Zweifachturnhalle besteht.

Reisingers dritte Möglichkeit beziegt sich auf die bisherige Nautilla-Variante der TSV-Funktionäre: der Verein verkauft sein Gelände und baut beim Freizeitbad eine Zweifachhalle mit Gemeinschaftsräumen. Der fällige Pachtzins (für das Gelände) müsse dann aber aus den Mitgliedsbeiträgen finanziert werden, so Reisinger. Ubd die würden dann steigen.

Den Grund für seinen Antrag nennt Reisinger, dass einige TSV-Mitglieder durchaus mit den Kapazitäten der historischen Jahnhalle zufrieden seien und sich eine „maßvolle Sanierung“ wünschten. So ließen sich Kosten sparen. Jene für den Bau einer Zweifachhalle könnten den Verein überfordern, glaubt Reisinger. Fraglich sei zudem, dass es Bedarf an einer so großen Halle gibt.

Ob der dreiteilige Antrag heute Abend zur Abstimmung kommt oder nicht – die Ausgaben dürften im Fokus stehen: Bislang waren für die Neubauten Kosten in Höhe von 4,3 Millionen Euro (beim Reiterhof) und 3,6 Millionen (beim Nautilla) angenommen worden. Und daraus resultierende Finanzlücken von 860000 und 200000 Euro. Eine Komplettsanierung der Jahnhalle würde dagegen rund 3,8 Millionen Euro kosten, heißt es. (caj)

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