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21.11.2018

Beiträge für Straßen sorgen für Unmut

Oberrother äußern sonst kaum Kritik

Wertet man die bei der Bürgerversammlung nur sparsam vorgebrachten Anfragen, scheinen die Oberrother Bewohner mit ihrer Gemeindepolitik recht zufrieden zu sein. Ein paar wenige Themen beschäftigten sie dann aber doch – ein Überblick:

Mit Blick auf die Abschaffung der umstrittenen Straßenausbaubeitragssatzung zum 1. Januar 2018 ist es Josef Heil ein Anliegen, dass kein Bürger aus Oberroth durch die neue Regelung benachteiligt wird. „Die Gemeinde sollte momentan mit dem Ausbau von Straßen noch warten“, schlug er vor. Für Bürgermeister Willibold Graf seien Straßenerschließung und deren Ausbau seit einiger Zeit Themen, die ihm Bauchschmerzen bereiteten. Als Gründe nannte er die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge sowie die Änderung des Kommunalabgabegesetzes durch den Bayerischen Landtag. Diese sei zum 1. April 2016 in Kraft getreten und beinhalte eine sogenannte Ausschlussfrist für Altlasten, die am 31. März 2021 auslaufe. Bereits 2016 habe die Verwaltung deswegen eine Aufstellung der „unfertigen Anlagen und Straßen“ erstellt. Aus diesen habe der Gemeinderat mit einstimmigem Votum eine Prioritätenliste erstellt, berichtete Graf. Vorbehaltlich der finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde und der weiteren Dorfentwicklung wurde ein vorrangiger Ausbau der Straßen „Buchenweg“, „Zum Pestkreuz“, „Sahlenberg“ und „Amselweg“ vorgesehen.

Der Oberrother Roland Wachter bemängelte, dass der Räum- und Streudienst im zurückliegenden Winter oft erst nach vielen Stunden die Straße „Am Herrenwald“ geräumt habe. „Drei- bis viermal konnte ich mit dem Auto nicht zu meinem Haus hochfahren“, erinnerte er sich. Mit regelmäßigen Pflanzaktionen und der Pflege der Beete entlang der Staatsstraße sei der Verein für Gartenbau und Landespflege das ganze Jahr über bemüht, das Dorfbild zu verschönern, sagte Vorsitzender Erwin Reiter. An die Anlieger appellierte er, die Granitzeile am Fahrbahnrand gemäß der Räum- und Streupflicht sauber zu halten. Franz Heil schlug vor, bei künftigen Straßenbaumaßnahmen geschliffene Granitzeilen zu verwenden. „Dann tut man sich mit der Pflege leichter“, sagte er.

Walter Schwägerl regte an, den gemeindlichen Grüngutcontainer zu versenken. Dann falle älteren Bürgern das Entladen ihres Materials nicht so schwer. Otti Buchmiller bedankte sich, dass die Gemeinde ihre bei der letztjährigen Bürgerversammlung vorgebrachte Anregung umgesetzt habe. „Entlang des Radwegs nach Schalkshofen sind wunderschöne Blühstreifen entstanden.“ (clb)

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