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Bellenberg

15.01.2019

Bellenberg: Die finanzielle Lage bessert sich

Die Kämmerin der Gemeinde Bellenberg hat kürzlich den Haushaltsplan für 2019 vorgestellt. Das Positive: Eine Kreditaufnahme ist nicht nötig.
Bild: Alexander Kaya

Die Gemeinde muss 2019 keine neuen Kredite aufnehmen. Trotzdem erreicht der Schuldenstand ein neues Hoch.

Der Gemeinderat Bellenberg kann heuer mit besseren finanziellen Aussichten seine Arbeit aufnehmen als noch im Vorjahr. Kämmerin Verena Miller hat eine knapp kalkulierte Haushaltsplanung vorgelegt. Und mitgeteilt, dass für den Haushalt 2019 trotz kostspieliger Sanierung der Lindenschule keine neuerliche Kreditaufnahme nötig werde. Der Verwaltungshaushalt schließt in den Einnahmen und Ausgaben mit rund 8,9 Millionen Euro ab und der Vermögenshaushalt hat ein Volumen von etwa 5,2 Millionen Euro. Die Räte stimmten dem Zahlenwerk zu.

Zwei Faktoren machte die Kämmerin für die leichte Entspannung verantwortlich: Zum einen war der im Vorjahr aufgenommene Kredit in Höhe von fast 1,9 Millionen Euro wegen Verzögerungen bei der Schulsanierung nicht beansprucht und daher den sogenannten Haushaltsresten zugeschlagen worden. Damit erübrige sich heuer eine Kreditaufnahme, so die Kämmerin. Außerdem seien die Einnahmen der Kommune leicht gestiegen, wobei die Einkommensteueranteile mit voraussichtlich rund 3,3 Millionen Euro die höchste Einnahmequelle der Kommune seien. Der Rückgang der Gewerbesteuer wurde durch die beschlossene Erhöhung der Hebesätze von 320 auf 340 vom Hundert aufgefangen, sodass das geplante Gewerbesteueraufkommen von 1,5 Millionen Euro um 123000 Euro geringer ausfällt als im Vorjahr.

Pro Einwohner sollen die Schulden pro Einwohner in Bellenberg knapp 1000 Euro betragen.

Die Kämmerin rechnet zudem mit leicht gestiegenen Schlüsselzuweisungen und einer – bedingt durch die niedrigere Umlagekraft – sinkenden Kreisumlage. Gerechnet wird mit einer moderaten Zuführung von rund 970300 Euro vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt. Die vorgeschriebene Mindestzuführung wird somit erreicht.

Unabhängig davon kann die Tilgung eines alten, im Jahr 2019 in der Gesamtsumme fälligen Kredits in Höhe von 300000 Euro haushaltsneutral erfolgen, da im Jahr 2016 dafür Rücklagen geschaffen wurden. Der Schuldenstand soll Ende dieses Jahres mit voraussichtlichen etwa 4,4 Millionen Euro seinen Höchststand erreicht haben, was pro Einwohner 988 Euro ausmacht. Daher werde dem Schuldenabbau höchste Priorität eingeräumt, so die Kämmerin.

Auch im Jahr 2020 rechnet die Kämmerin mit einem ähnlich hohen Übertrag vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt wie 2019, sodass auch da wieder die Mindestzuführung erreicht werde. Eingeplant seien Grundstücksverkäufe im Jahr 2020, die aus heutiger Sicht eine stattliche Rücklagenzuführung von mehr als rund 2,3 Millionen Euro bedeuten könnten, so Bürgermeisterin Simone Vogt-Keller vorausschauend. Laut Finanzplanung lasse sich auch in den Folgejahren die Mindestzuführung erreichen.

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