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Zwischenbilanz

17.07.2020

Bellenberger Etat im Plan

Die mit der Corona-Pandemie verbundene Einschränkung des öffentlichen Lebens macht sich jedoch finanziell bemerkbar

Der Haushalt in der Gemeinde Bellenberg entwickelt sich bislang nach Plan. Das hat Kämmerin Verena Miller dem Gemeinderat anhand ihrer Zwischenbilanz aufgezeigt. Die Notwendigkeit eines Nachtragshaushalts sieht sie derzeit nicht gegeben. Dennoch weist das Zahlenwerk Einbrüche auf, die den mit der Corona-Pandemie einhergehenden Einschränkungen geschuldet sind.

Eheschließungen und Veranstaltungen, für welche die Gemeinde Gebühren einhebt, fanden nicht statt. Entsprechend fiel auch die Inanspruchnahme der Feuerwehrbereitschaft aus. Im Verwaltungshaushalt der Kommune fehlen dadurch Einnahmen von mehr als 6500 Euro. Für die Zeit, in der die Kindertagesstätte geschlossen war, erhöht der Staat seine Fördermittel – die Beantragung dafür laufe, so die Kämmerin. Bei den Abwassergebühren zeichnen sich Mehreinnahmen in Höhe von 4500 Euro und beim Wasser von 27 000 Euro ab. Auch bei den Friedhofsgebühren ist der Ansatz zu zwei Dritteln erreicht. Die Entwicklung der kommunalen Haupteinnahmequellen – Gewerbe- und anteilige Einkommenssteuer – lasse sich derzeit noch nicht abschätzen, so Miller. Im Vergleich zum Vorjahr werde aber mit Rückgängen gerechnet. In den angesetzten Ausgaben des Verwaltungshaushalts habe sich wenig verändert. Es sei wegen vorausgegangener hoher Gewerbesteuereinnahmen sogar eine höhere Zuführung an den Vermögenshaushalt zu erwarten.

Im Vermögenshaushalt wird nach Erhalt der Schlussrechnung für die Sanierung der Lindenschule das Eintreffen der Zuschüsse erwartet, was sich aber bis 2022 hinziehen könne, sagte Miller. In den Ausgaben des Vermögenshaushalts spart sich die Kommune den Bau einer neuen Halle für den Bauhof, indem diese auf dem Sohn-Gelände genutzt werden kann. Auch ein Stromleitungsbau zum Wertstoffhof hat sich erübrigt. Somit errechnet die Kämmerin derzeit eine Rücklagenzuführung in Höhe von rund 3,5 Millionen Euro. Noch nicht in den Haushaltszahlen berücksichtigt sind neueste Vorhaben der Gemeinde wie Breitband-Masterplan, Abriss der alten Sohn-Halle und ein Stück Gehwegverbreiterung an der Illerstraße.

Peter Gluche (CSU) brachte es auf den Punkt, indem er sagte: „Es hängt viel von der Einnahme an Gewerbesteuern ab.“ Die Entwicklung hinke aber stets den Ereignissen hinterher.

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