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Bellenberg

23.09.2019

Bellenberger wehren sich gegen Erweiterung einer Schlosserei

Dieses Areal sorgt für Ärger: Die geplante Erweiterung der Firma Motz beunruhigt die Anwohner.
Bild: Regina Langhans

Die Firma Motz in Bellenberg will sich erweitern. Bürger klagen gegen den Baubescheid des Landratsamts. Jetzt soll das Gericht entscheiden.

Die Debatte um den geplanten Ausbau einer Schlosserei der Firma Motz in Bellenberg geht weiter. Wie schon – nicht zuletzt aus der Bürgerversammlung – berichtet, stellen sich besorgte Anwohner des Betriebsgeländes im Süden von Bellenberg östlich der Bahnlinie dagegen. Sie haben sich als „Aktive Bürger Bellenberg“ zusammengeschlossen und sind vor das Verwaltungsgericht gezogen.

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Bellenberger Bürger fürchten Lärm

Sie klagen gegen die vom Landratsamt Neu-Ulm erteilte Baugenehmigung. Ihr Ziel: die Erweiterung und den Betrieb einer lärmintensiven Schlosserei zu verhindern. Auf Anfrage war aus dem Verwaltungsgericht Augsburg zu erfahren, dass die Klage der „Aktiven Bürger Bellenberg“ am 9. August eingegangen sei. Einen Termin für die mündliche Verhandlung gebe es aber noch nicht, hieß es aus der Presseabteilung.

Die Initiative hatte sich unter dem Motto „Gemeinsam gegen den Lärm“ in einem offenen Brief an die Öffentlichkeit gewandt. Denn von Seiten des Landratsamtes und der Gemeinde gibt es für den Bauherrn grünes Licht. Das an die Firma angrenzende Areal ist als Gewerbegebiet mit reduzierten Emissionen ausgewiesen, ähnlich einem Mischgebiet. Daran schließt sich ein Wohngebiet. Direkter Anlieger ist – bedingt durch die vorbeiführende Straße – die Gemeinde.

Bellenberger wehren sich gegen Erweiterung einer Schlosserei

In dem Areal gelten reduzierte Lärmshutzregelungen

Auf ausdrücklichen Wunsch der Ersten Bürgermeisterin Simone Vogt-Keller – so ihr Stellvertreter Kurt Bucher in der Bürgerversammlung – habe das Landratsamt die in Straßennähe wohnenden Anlieger über das Vorhaben informiert. Denn die Firma habe keine Verpflichtung, entferntere Nachbarn über ihre Bauvorhaben zu unterrichten. So aber war aus dem Schreiben des Landratsamtes zu erfahren, dass in dem Bereich mit reduzierten Emissionen eine Höchstbelastung von 80 bis 90 Dezibel genehmigt sei. Diese erscheint den Bürgern zu hoch. Sie fürchten ein Ausbreiten des Schalls bis Betlinshausen oder Au.

Dass sich die Bürger nun zu den mitgeteilten Werten äußern, findet Bucher in Ordnung: „Wir leben in einem Rechtsstaat, jeder darf seine Meinung kundtun.“ Jetzt warten alle auf die Entscheidung des Verwaltungsgerichts. Seitens der Firma Kurt Motz war keine Stellungnahme zu erfahren.

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