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Illertissen

22.05.2019

Besuch aus Brüssel in Illertissen

Die Europaabgeordnete Ulrike Müller (Vierte von links) besuchte die Freien Wähler in Illertissen und sprach unter anderem über Inklusion.
Bild: Dominik Stenzel

Ulrike Müller ist die einzige Europaabgeordnete der Freien Wähler. In Illertissen spricht die Politikerin über Inklusion, Bürokratie und ihre Ziele in der EU.

Die Europawahl steht unmittelbar bevor. Die Freien Wähler hatten daher in Illertissen eine prominente Politikerin aus den eigenen Reihen zu Gast: Die Europaabgeordnete Ulrike Müller besuchte mit ihren Parteikollegen zunächst die Illertisser Werkstätten der Lebenshilfe Donau-Iller sowie die Firma Ruku – und erläuterte anschließend im Museum der Gartenkultur die Ziele der Freien Wähler für Europa.

In Bayern werde schon viel unternommen, um Menschen mit Behinderung in die Gesellschaft zu integrieren, sagte Müller. Die Lebenshilfe Donau-Iller sei hierfür ein gutes Beispiel: „Man hat den Menschen in der Werkstatt regelrecht angesehen: Sie sind glücklich, eine Aufgabe zu haben.“ Auch im europäischen Parlament sei der Inklusionsgedanke hoch angesiedelt.

Bei der Besichtigung der Ruku Manufaktur ging es laut Müller dann um ein ganz anderes Thema: Die bürokratischen Hürden, mit denen sich Firmen und ihre Angestellten bei Dienstreisen und Arbeitseinsätzen im EU-Ausland herumschlagen müssen. Die 56-Jährige will die umständlichen Vorgänge vereinfachen: „Das ist eine Sache, für die ich mich sehr einsetze.“

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Ulrike Müller spricht in Illertissen über ihre Ziele für Europa

Im „Café Grün“ im Museums für Gartenkultur sprach Müller dann ganz generell über die Ziele der Freien Wähler für Europa. Die gebürtige Augsburgerin plädierte dabei für die Einführung einer europäische Armee. Ein solches Militärbündnis sei mittlerweile notwendig, denn das Weltgefüge habe sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Als Beispiel nannte Müller den Kurswechsel der Vereinigten Staaten: „Die USA waren immer ein großer Stabilisator – doch seit Trump Präsident ist, ist das nicht mehr der Fall.“ Für Europa sei es daher umso wichtiger, geschlossen gegenüber anderen Großmächten aufzutreten.

Ein geschlossenes Auftreten hätten die EU-Länder laut Müller auch in der Flüchtlingsfrage vermissen lassen. „Für mich war das vor allem eine Krise der Solidarität der Mitgliedstaaten untereinander.“ Aus diesem Grund brauche es dringend ein europäisches Migrationsgesetz.

Zu guter Letzt sprach Müller auch über den Klimawandel. „Es ist nicht die Frage, ob wir dagegen vorgehen, sondern wie“, sagte die Abgeordnete. Eine Energiewende könne nur geschafft werden, wenn man auch die Landwirte mit ins Boot holt. Wie diese in der Öffentlichkeit zuletzt wahrgenommen wurden, hat Müller, die mit ihrer Familie selbst einen Bauernhof im Oberallgäu bewirtschaftet, nicht gefallen. „Man hört immer nur von Subventionen – diese würden sich aber auch auf die 500 Millionen Verbraucher auswirken, die hochwertige Lebensmittel billig kaufen wollen.“

Zwei Illertisser Studenten nahmen in New York an einem Projekt der Vereinten Nationen teil. Wie sich dabei ihr Blick auf die Weltpolitik verändert hat, lesen Sie hier:

Wie zwei Studenten aus Illertissen zu UN-Vertretern wurden

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