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Unterallgäu

28.07.2020

Betrüger geben sich als Bankmitarbeiter aus

Falsche Bankmitarbeiter haben einen Unterallgäuer am Telefon betrogen.
Bild: Alexander Kaya (Symbolfoto)

Die Verbrecher ergaunern sich mit dieser Masche 1000 Euro von einem 60-Jährigen Unterallgäuer. Die Täter hatten zuvor seinen E-Mail-Account gehackt.

Ein 60-jähriger Mann aus dem Unterallgäu ist nun Opfer eines dreisten Telefonbetrugs geworden. Das teilt die Polizei nun mit. Ein unbekannter Täter rief das Opfer an und gab sich als Bankmitarbeiter aus, der verschiedene Kundendaten mit dem 60-Jährigen abgleichen wolle.

Betrüger hackt Mails, um an persönliche Daten zu kommen

Zum Abschluss des Gesprächs gaukelte der Täter vor, dass er zum Abschluss der Überprüfung eine TAN – eine Sicherheitsnummer, die beim Onlinebanking gebraucht wird – auf das Mobiltelefon des Geschädigten senden müsse und erfragte diese. Mit dieser TAN führte der Täter eine Sofortüberweisung in Höhe von 1000 Euro aus. Das Geld konnte nach Bekanntwerden des Betrugs nicht mehr zurücküberwiesen werden. Im Vorfeld war es den Tätern offenbar durch einen Trojaner gelungen, den Computer des Opfers auszuspähen und an verschiedene persönliche Daten zu gelangen. Weil der Betrüger diese persönlichen Daten kannte, konnte er dem Mann vorgaukeln, er sei Angestellter seiner Bank.

Nur wenige Tage zuvor meldete eine Frau aus einer Memminger Nachbargemeinde ebenfalls einen Betrugsversuch via Telefon, bei dem sich ein Täter als Bankmitarbeiter ausgab. Der falsche Mitarbeiter versuchte die 57-Jährige zu überzeugen, indem er eine Reihe persönlicher Daten der Frau wie Name, Anschrift und Kontonummer nannte.

Eine 57-Jährige wurde rechtzeitig misstrauisch

Die Masche war die gleiche wie im Fall des 60-Jährigen. So wurde die Frau gebeten, die PIN für das Telefonbanking ihres Geldinstituts mitzuteilen. Die 57-Jährige wurde allerdings misstrauisch und erkundigte sich bei ihrem richtigen Bankmitarbeiter, sodass der Betrug aufflog und ihr kein finanzieller Schaden entstand.

Die Polizei rät dringend dazu, ein gesundes Misstrauen an den Tag zu legen, wenn sich unbekannte Personen am Telefon als Bankmitarbeiter ausgeben. In vielen Fällen nutzen die Täter eine Technik, durch die im Telefondisplay der Opfer die tatsächliche Rufnummer ihres Geldinstituts angezeigt wird. Grundsätzlich sollten keine Konto- oder Bankdaten herausgegeben werden. Echte Bankmitarbeiter werden auch niemals PINs und TANs ihrer Kunden telefonisch erfragen.

Die Polizei stellt fest, dass die Täter ihre späteren Opfer nicht selten ausspähen und dazu zum Beispiel das Emailpostfach hacken. In diesem Zusammenhang sollten Sie das Öffnen von Emails und deren Anhängen eines unbekannten Absenders unbedingt vermeiden. Auch ein aktuelles Virenschutzprogramm sollte dringend genutzt werden.

Lesen Sie aus dem aktuellen Polizeibericht außerdem:

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