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Altenstadt

10.11.2017

Bewaffneter Mann geht auf Nachbar los

Ein Mann soll in Altenstadt seinen Nachbar attackiert haben. Er sitzt in Untersuchungshaft.
Bild: Alexander Kaya (Symbol)

Nach Angriff eines 19-Jährigen sprechen Behörden von einem versuchten Tötungsdelikt. Der mutmaßliche Täter wollte angeblich ein Auto rauben.

Ein 19-jähriger Mann aus Altenstadt soll am Mittwochmorgen seinen Nachbar mit einem Messer und einem Holzstock angegriffen haben. Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Vorfall bereits gegen 3.30 Uhr morgens. Der mutmaßliche Täter sitzt inzwischen in Untersuchungshaft. Ihm wird ein versuchtes Tötungsdelikt vorgeworfen.

Der 19-Jährige soll unter einem Vorwand an der Wohnungstür seines Nachbarn geklopft haben. Als dieser die Tür einen Spalt öffnete, griff der junge Mann laut Polizeiangaben seinen Nachbar – bewaffnet mit Messer und Holzstock – an. Das Opfer schrie laut Polizei um Hilfe, woraufhin ein anderer Bewohner herbei eilte und die Tür wieder geschlossen werden konnte. Der 19-Jährige soll daraufhin geflüchtet sein, seine Waffen soll er liegen gelassen haben. Das Opfer wurde bei der unvermittelten Attacke verletzt. Mit Platzwunden am Kopf und Verletzungen, die er sich bei der Abwehr gegen den Mann zugezogen hatte, musste er in ein Krankenhaus gebracht werden, heißt es vonseiten der Polizei.

Warum der 19-Jährige seinen Nachbarn bewaffnet angegriffen habe, sei noch unklar, so der Pressesprecher des Polizeipräsidiums Schwaben/Südwest, Sven Hornfischer. Der mutmaßliche Täter habe aber zugegeben, dass er das Auto seines Nachbarn rauben wollte. Ganz unbekannt ist der junge Mann nicht: In diesem Jahr hat er nach Angaben von Hornfischer bereits einen Diebstahl begangen und auch der Pressesprecher der Memminger Staatsanwaltschaft sagt im Gespräch mit unserer Zeitung, dass der Mann bereits strafrechtlich in Erscheinung getreten sei.

Unmittelbar nach der Tat, soll sich der 19-Jährige bei der Polizeiinspektion Illertissen gestellt haben. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Memmingen wurde er kurze Zeit später dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Der Haftbefehl lautet: Versuchtes Tötungsdelikt. Der mutmaßliche Täter soll das Opfer bewaffnet und unvermittelt angegriffen haben, sagt der Sprecher der Memminger Staatsanwaltschaft. Das sei der Grund für den Haftbefehl „versuchtes Tötungsdelikt“. Zumal der Nachbar bei dem Angriff verletzt wurde. „Ein Haftbefehl heißt, es besteht ein dringender Tatverdacht“, erklärt er. Wann es zu einem Prozess kommen wird, könne er noch nicht sagen. Der Sprecher rechnet in zwei bis drei Monaten mit einem Termin. Falls der 19-Jährige seinen Nachbarn tatsächlich versucht hat zu töten, kommt es darauf an, ob eine Strafe nach dem Jugend- oder Erwachsenenstrafrecht bemessen wird. Nach Jugendstrafrecht könne man mit höchstens zehn Jahren Gefängnisstrafe rechnen. Werde die Strafe nach dem Erwachsenenstrafrecht eingestuft, könnten ihm bis zu 15 Jahre Haft drohen. Der Heranwachsende sitzt nun in Untersuchungshaft. Die Kriminalpolizei Neu-Ulm ermittelt.

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