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Illertissen

31.01.2019

Bienenstadt macht für die Bienen mobil

Aktionsbündnis zum Volksbegehren Artenvielfalt im Kreis Neu-Ulm
4 Bilder
Aktionsbündnis zum Volksbegehren Artenvielfalt im Kreis Neu-Ulm
Bild: Alexander Kaya

Unterstützer des Volksbegehrens werben in Illertissen für ihre Sache. Derweil herrscht Andrang im Bürgerbüro.

In der „Bienenstadt“ sollen möglichst viele Menschen für das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ unterschreiben – das ist das Ziel eines Bündnisses aus Unterstützern, das am Donnerstag auf den Start der Eintragungsfrist hingewiesen hat. Dafür konnte es keine bessere Adresse geben als das Bayerische Bienenmuseum am Vöhlinschloss, wie Museumsleiter Walter Wörtz sagte. Es erstaune immer wieder, „was mit der „Biene so alles zusammenhängt“. Dass nicht nur die summenden Honigproduzenten in Gefahr seien, sondern viele andere Insektenarten und damit auch Vögel, sei offensichtlich, sagte Wörtz. Daheim in Ay am Auwald habe er in den vergangenen zwei Jahren so wenige Vögel gesehen, wie nie zuvor. Die Gefährdung der Bienen habe viele Ursachen, so gebe es zu wenige Blühflächen. Man sollte nicht nur mit dem Finger auf Landwirte zeigen, so Wörtz. Viel mehr müsse sich jeder selbst fragen: „Will ich in meinem Vorgarten Kies oder Sommerblumen?“

"Rettet die Bienen": Ziel ist mehr Öko-Landbau

Ein Ziel des von der ÖDP initiierten Begehrens ist es, die für die ökologischen Landwirtschaft genutzte Flächen auf 30 Prozent auszubauen. Der Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden wird als Auslöser für das Sterben vieler Arten ausgemacht. Der Bauernverband sieht das Begehren skeptisch: Landwirte würden an den Pranger gestellt und eingeschränkt, heißt es. Über all das wird derzeit viel diskutiert.

Das Bayerische Bienenmuseum in Illertissen lockt jedes Jahr 10.000 Besucher an. 
Bild: Alexander Kaya


Das wollen sich die Vertreter des Volksbegehrens zu Nutze machen, betonte Benjamin Mayer vom Landesbund für Vogelschutz bei dem Treffen im Bienenmuseum. „Wenn das jetzt nicht klappt, wann dann?“ Es gehe nicht nur um Insekten, sondern um den Erhalt der gesamten Natur. In Bayern müssten dazu Standards per Gesetz eingeführt werden. Eine Herausforderung sei es, die Menschen in die Rathäuser zu bringen. „Das ist eine Hürde.“ Während die Eintragungsfrist läuft (bis 13. Februar), wolle man durch Lotsen auf die Wahllokale hinweisen. Mayers Appell: „Gehen Sie ins Rathaus und stimmen Sie ab.“

In Illertissen taten das am Donnerstag bereits zahlreiche Bürger. Im Rathaus sei einiges los gewesen, sagte ein Mitarbeiter des Bürgerbüros auf Anfrage. Schlangen von Wartenden habe es aber nicht gegeben. (caj)

Die Öffnungszeiten der Rathäuser sind zu finden auf der Website www.volksbegehren-artenvielfalt.de

Mehr über das Volksbegehren in der Bienenstadt lesen Sie hier:

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