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Illertissen

17.05.2019

Bienenwachs statt Frischhaltefolie: Schüler besuchen Umweltstation

Für die Schüler der Illertisser Bischof-Ulrich-Grundschule gab es an der Umweltstation Legau einiges zu entdecken.
Bild: Simon Ziegler

Schüler der Bischof-Ulrich-Grundschule in Illertissen wollen auf Plastik verzichten und besuchen die Umweltstation in Legau.

In Illertissen setzen sich schon die Kleinen intensiv mit ihrer Umwelt auseinander. Das zeigte ein Kreativwettbewerb, der im Rahmen der Energiespar-Aktion Synergie-Festival ausgerufen wurde und gut ankam: Insgesamt 23 Klassen der Grundschulen aus Illertissen, Jedesheim und Au sowie der Illertisser Mittelschule nahmen teil. Sechs Wochen hatten sie Zeit ihre Projekte, die sich rund um die Themen Nachhaltigkeit, Müllvermeidung und Klimaschutz drehten, vorzubereiten und umzusetzen. Anfang April wurden sie dann beim Synergie-Festival an Schautafeln in der Schranne präsentiert.

Eine Jury bewertete schließlich die Ideen der Schüler. Laut dem Illertisser Klimaschutzmanager Simon Ziegler gefielen alle Projekte, am Ende wurden zwei Sieger gekürt: die Klassen 1c und 4b der Bischof-Ulrich-Grundschule Illertissen. Die 25 Schüler der 1c nannten sich die „Plastikpiraten“ und versuchten in der Aktionszeit unter anderem, das Pausenbrot möglichst ohne Plastik zu verpacken. Laut Klassenlehrerin Helga Sonntag haben die Kinder dabei gesehen, dass dies gar nicht so einfach ist. Die 24 Schüler der 4b führten ein Wassertagebuch: Rund 37000 Liter würden die Schüler und ihre Familien zusammen pro Woche (pro Haushalt) verbrauchen. Klassenlehrerin Nadine Schwarz zufolge waren sich alle einig: Das ist eindeutig zu viel.

Als Belohnung für ihre kreativen Ideen stand für die beiden Klassen nun ein Besuch bei der Umweltstation Unterallgäu in Legau anstelle des Unterrichts auf dem Programm. Und dort gab es einiges zu erleben: Die Kinder machten einen Energie-Rundgang, lernten, wie man Müll richtig trennt und Plastik vermeidet. Und sie durften auch selbst aktiv werden: Die Schüler überzogen Stofftücher mit Wachs – diese können sie nun als Ersatz für Frischhaltefolie verwenden. Das Mittagessen kochten die Viertklässler selbst, und zwar nur mithilfe von Holz- und Solarenergie. Als Hauptgericht gab es Gemüseeintopf, als Nachtisch Pfannkuchen und Obstsalat. Das Essen hat Lehrerin Helga Sonntag zufolge allen super geschmeckt. „Insgesamt war es ein toller Ausflug. Die Kinder waren voll bei der Sache“, sagt Sonntag.

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Auch Klimaschutzmanager Simon Ziegler ist sehr zufrieden mit der Aktion: „Es ist durchaus denkbar, dass es auch in Zukunft so einen Wettbewerb geben wird.“ So könne man die Kinder schließlich für wichtige Umweltthemen sensibilisieren. Generell zeichne sich ein positiver Trend ab. An Bewegungen wie „Fridays for Future“ sehe man, dass bei den Jugendlichen mittlerweile ein Umdenken stattgefunden habe: „Sie haben gemerkt, dass es um ihre Zukunft geht und unternehmen nun etwas“, sagt Ziegler.

Lesen Sie außerdem: Umweltschutz in Illertissen: Irgendwo muss man anfangen

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