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Memmingen

12.06.2019

Bilanz: 332 Drogendelikte rund um Ikarus-Festival

Polizisten kontrollierten beim Ikarus-Festival Fahrzeuge.
Bild: Peter Hausner

Die Polizei spricht dennoch von einem „insgesamt ruhigen“ Festival.

Hunderte Menschen waren am Wochenende in der Nähe des Allgäu Airports im Einsatz, damit Zehntausende in Ruhe und Sicherheit feiern konnten. Die Polizei spricht von einem „insgesamt ruhigen Ikarus-Festival“. Laut vorläufigem Bericht kam es zu 351 Straftaten in Zusammenhang mit dem Festival, darunter 332 Rauschgiftdelikte.

Bei Kontrollen zogen die Polizisten während der Großveranstaltung 66 Fahrer unter Drogeneinfluss und vier alkoholisierte Fahrer aus dem Verkehr. Die Polizisten nahmen zudem einen 39-Jährigen in Gewahrsam, weil er auf dem Campingplatz auf Zelte kletterte. Auf dem Weg zur Zelle verletzte der Mann einen Beamten leicht. Etwa 500 Kräfte waren an den vier Tagen auf dem Gelände des ehemaligen Militärflughafens im Dienst, schätzt Jochen Glaser, einer der Einsatzleiter der Polizei.

In der Nacht zum Samstag stürzte eine Stange des „Minos Zelts“ wegen starken Winds auf zwei Festivalbesucher, die leicht verletzt wurden. Arbeiter reparierten das Zelt am nächsten Tag, sodass die Musiker wie geplant auftreten konnten. Die mehr als 150 Helfer des Roten Kreuzes versorgten zudem Patienten mit Sonnenstich, kleineren Verletzungen und Kreislaufproblemen. Laut Igor Romankiewiez vom Organisationsteam kümmerten sich die Ehrenamtlichen um etwa 600 Menschen. Das sind viel mehr Einsätze als im Vorjahr (230). „Da waren es aber nur zwei volle Festival-Tage und deutlich weniger Besucher“, sagt Romankiewiez. Schwerere Verletzungen habe es glücklichweise nicht gegeben. Insgesamt summieren sich die Helferstunden auf mehr als 2500. Auch zahlreiche Mitglieder der umliegenden Feuerwehren verbrachten viele Stunden auf dem Festivalgelände in Bereitschaft. (das)

Lesen Sie außerdem: "Ikarus"-Festival stellt neuen Besucher-Rekord auf

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