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Memmingen

23.01.2018

Blick hinter die Kulissen der TV-Prunksitzung in Memmingen

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Es sind nur noch wenige Minuten bis zum Beginn der Faschingsprunksitzung „Schwaben weiss-blau“ in Memmingen: Regisseur Volker Weickert ist im Übertragungswagen vor der Halle bereits in seinem Element.

Unsere Zeitung hat einen Blick hinter die Kulissen der TV-Prunksitzung „Schwaben weiss-blau“ geworfen. Wie sich Künstler und Fernsehmacher vorbereiten.

Die Kulisse für „Schwaben weiss-blau“ steht: Die Memminger Stadthalle ist an diesem Abend nicht mehr wiederzuerkennen. Der Countdown für die Fernsehaufzeichnung der Prunksitzung läuft. Bis zur Begrüßung der Gäste durch den Sitzungspräsidenten des Bayerisch-Schwäbischen Fastnachtsverbands, Georg Ried, und dem Ohrwurm „Schwaben weiss-blau, hurra und helau“ sind es noch zwei Stunden.

Bühnenbaumeister Thomas Listl geht in seiner gelben Latzhose durch die Sitzreihen der noch gästelosen Stadthalle und wirft einen letzten Blick auf die Aufbauten. „Damit kein Kabel versehentlich aus der Dekoration herausschaut. Jedes Jahr bauen wir die Kulisse ein klein wenig anders. Früher saß zum Beispiel der Elferrat auf dem Balkon“, erzählt er. Die Kameras sind auf die Bühne gerichtet – und selbst die sind in glitzernde Girlanden gehüllt. Der rote Teppich zur Showbühne ist ausgerollt und noch ohne das kleinste Konfettistäubchen. Alle Mitarbeiter des Fernsehsenders Bayerischer Rundfunk sind verkleidet. Die Stimmung ist konzentriert und routiniert, denn viele von ihnen arbeiten bereits seit der ersten „Schwaben weiss-blau“-Sendung im Jahr 2004 mit.

Während im Saal die letzten Gläser bereitgestellt werden, um die Gäste bei der über dreistündigen Aufzeichnung nicht auf dem Trockenen sitzen zu lassen, treffen die ersten Künstler des Abends ein. Viele „feste Größen“ sind unter ihnen, wie etwa der Kaufbeurer Kabarettist Wolfgang Krebs, der gerade seine Bühnenkleidung in den als Kostümfundus umfunktionierten Vortragssaal an die Stange hängt. In bester Laune plaudert er zwischen Bügelbrett und Baströckchen aus dem Nähkästchen und erzählt, dass er den feinen Zwirn, einen schwarzen Smoking, für seinen legendären Edmund Stoiber-Auftritt aus dem Fundus am „Nockherberg“ erstanden habe. Auch Waltraud Mair alias Zenta Meichelböck schaut im Fundus vorbei, um für die Aftershow-Party noch ein passendes Kostüm auszuwählen. Die Figur der Ostallgäuerin ist Zenta, eine zeternde, altmodische Dame, die mit ihrem Rollator stets auf dem Laufenden ist.

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In der Zeit, in der sich Waltraud Mair und Wolfgang Krebs zwischen den rund 800 Kostümeinzelteilen umsehen, sitzen die ersten Protagonisten bereits auf dem Stuhl von Chefmaskenbildner Oliver Akhavan. In der Maske haben er und seine Kolleginnen viel zu tun an diesem Abend. „Für die vielen Bühnenkünstler braucht es einen Plan, um jeden rechtzeitig für den Auftritt zu schminken“, sagt er. Auf einem Tisch hinter den zwei Schminkplätzen stehen Styroporköpfe mit Perücken. Nichts wird dem Zufall überlassen, alles ist getaktet.

Darauf achtet besonders Regisseur Volker Weickert, der im Übertragungswagen vor der Stadthalle auf den Start wartet. Er und seine Kollegen haben die vielen Monitore und Schaltpulte unter Kontrolle, deren Blinken und Leuchten für einen Laien wie in einem Raumschiff anmuten. „Wir transportieren Emotionen in die Wohnzimmer, das ist eine große Aufgabe, da muss alles stimmen“, sagt Weickert. Auf den Bildschirmen sieht man, dass bereits die ersten Gäste den Saal betreten. Sie werden von den Memminger „Stadtbachhexen“ zu ihren Plätzen begleitet. Jetzt wird’s für alle ernst. Auf die Minute genau um 20.11 Uhr öffnet sich der Vorhang für den „Cold Opener“, wie die erste Aufführung im Rampenlicht im Fernsehjargon bezeichnet wird. Zeitgleich verfolgen im Backstage-Bereich im Bauch der Stadthalle die anderen Künstler das bunte „Schwaben weiss-blau“-Treiben über einen Monitor mit.

Ausstrahlung: Die Prunksitzung wird am Freitag, 26. Januar, ab 20.15 Uhr im Bayerischen Fernsehen gezeigt.

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