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04.04.2015

Bombe gefunden: 300 Menschen müssen ihre Häuser verlassen

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Ein großes Aufgebot an Helfern und Rettern war am Mittwochabend nach Kirchberg geeilt, um an der Teilevakuierung des Ortes mitzuwirken. Die Bombe war auf einer Wiese gefunden worden, die demnächst Baugebiet wird (unten).

Spezialkommando entschärft Sprengkörper aus dem Weltkrieg

Aufregende Abendstunden jenseits der Iller: Nach dem Fund einer 250 Kilogramm schweren Fliegerbombe mussten in Kirchberg (Kreis Biberach) am Mittwoch 300 der rund 2000 Einwohner ihre Häuser verlassen. Am Nachmittag war im Neubaugebiet „Häldele“ am Ortsrand eine 250 Kilogramm schwere amerikanische Fliegerbombe gefunden worden. Es dauerte bis gegen 21.20 Uhr, bis die Bombe entschärft war und die Anwohner zurück in ihre Häuser durften.

Immerhin: Es hatte keine Detonation gegeben. Der Ort atmete auf.

Sicherheitshalber hatten die Behörden zuvor aber in einem Umkreis von gut 300 Metern die Evakuierung des Wohngebietes im Nordosten der Gemeinde angeordnet. Mittels Lautsprecherdurchsagen der Polizei wurden die Anwohner aufgefordert, ihre Wohnungen zu verlassen und sich bei der Schule zu sammeln. Dort standen zahlreiche Hilfskräfte von Rettungsdienst und Feuerwehr bereit, um die Menschen zu betreuen und zu erfassen. Dann wurden die Evakuierten mit Bussen nach Erolzheim in ein in einer Turnhalle eingerichtetes Notquartier gebracht. Ein Großaufgebot an Einsatzkräften der Feuerwehren aus Kirchberg, Erolzheim und vom Kreisfeuerwehrverband Biberach versorgte die Kinder, Frauen und Männer.

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An der Fundstelle waren derweil Fachleute des Kampfmittelräumdienstes aus Stuttgart dabei, den riesigen Sprengkörper aus dem Zweiten Weltkrieg zu entschärfen. Zuvor hatte die Feuerwehr auf der Wiese eine Beleuchtung eingerichtet, damit die Spezialisten am Abend und in der Nacht unter gutem Licht arbeiten können. Die Bombe war im Zuge von seit Wochen laufenden Suchmaßnahmen gefunden worden.

Wie der Kirchberger Bürgermeister Jochen Stuber berichtete, wurden im fraglichen Gebiet gegen Ende des Zweiten Weltkrieges schätzungsweise 60 bis 70 Bomben abgeworfen.

Warum die amerikanischen Bomber ihre Lasten ausgerechnet dort über unbewohntem Gebiet am Waldrand abluden, ist nicht bekannt. Man rechnet laut Bürgermeister Stuber etwa mit zehn Prozent Blindgängern, und deshalb wurde bei der Erschließung des Neubaugebietes eine gründliche Suche durch eine Fachfirma durchgeführt, die vor vier Wochen begann und nun erstmals eine solch große Bombe zutage förderte.

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