Natur

30.07.2015

Botschafter des Wassers

Sie wollen künftig Wissen über den Lebensraum Wasser vermitteln. Das Bild zeigt die frisch gebackenen „Wasserpädagogen“ und ihre Ausbilder beim Abschluss des Seminars vor dem Jubi-Teich.
Bild: Claudia Bader

15 frisch gebackene Wasserpädagogen nehmen Zertifikate entgegen. Sie haben ein gemeinsames Anliegen

Zu Omas und Opas Zeiten war es für Kinder selbstverständlich, die heimischen Bäche und Teiche mit Kescher und Eimer zu erkunden. Heutzutage wissen nur noch wenige Mädchen und Buben, was in und ums Wasser alles lebt und wächst. Um das zu ändern, haben acht Frauen und sieben Männer die von der Babenhauser Jugendbildungsstätte (Jubi) in Zusammenarbeit mit der Stiftung Kulturlandschaft Günztal, dem Wasserwirtschaftsamt Kempten und dem Fischereihof Salgen organisierte Seminarreihe „Wasserpädagogik“ absolviert.

Seit Mai 2015 haben sie sich an fünf Samstagen am Fischereihof Salgen sowie an den Umweltstationen Legau und der Jubi mit umfassenden Seminarinhalten befasst. Unter anderem ging es um das Ökosystem Wasser, das Innenleben von Flüssen und Gewässern, Wassernutzung und ihre Folgen, Gewässerausbau und Hochwasserschutz, Wasserrahmenrichtlinien, Wissensorientierung durch handlungsorientierte Methoden sowie die Didaktik von Führungen und die Spezialteile Fische und Biber.

Zum Abschluss der Seminarreihe überreichte der Leiter der Umweltstation in der Jubi, Sebastian Morbach, den Teilnehmern ihre Zertifikate. Da Wasser, Fische und Amphibien heute viele Fürsprecher benötigten, brauche man auch künftig Multiplikatoren, die diese Themen weiter tragen und einen Rückhalt in der Bevölkerung aufbauen, sagte Oliver Born vom Fischereihof Salgen. Peter Guggenberger-Waibel von der Stiftung Kulturlandschaft Günztal freute sich, dass mit diesem Seminar zu den bisher vier im Günztal wirkenden Wasserpädagogen neue Mitarbeiter dazu gekommen sind. „Da Wasser Leben bedeutet, müssen wir das Thema Umwelt wieder nach draußen tragen“, betonte Patrick Hübner vom Wasserwirtschaftsamt Kempten.

„Ich möchte den Fischen eine Stimme geben“, so der frisch gebackene Wasserpädagoge Alexander Endres aus Pfronten. Er habe bereits Führungen an heimischen Gewässern veranstaltet und wolle bei seinen Mitmenschen weiterhin das Verständnis für eine intakte Natur wecken. Als Jugendleiter des Fischereivereins Elchingen liegt es Daniel Schäfer am Herzen, den Lebensraum Wasser an junge Leute zu vermitteln. „Mit diesem Seminar wollte ich nicht nur mein eigenes Wissen erweitern, sondern die Grundlagen erwerben, damit ich Schulklassen weiterbilden kann“, sagte Hannelore Krahl aus Sontheim. Während die Diplom-Biologin Eva Stangler aus Obergünzburg in dem Zertifikat einen Einstieg in die Umweltpädagogik sieht, möchte der aus Nördlingen angereiste Hobbyangler Gerd Anders der Jugend das Thema Wasser näher bringen. Markus Egger, zweiter Vorsitzender des Fischereivereins Wemding, will Kindern im Zuge des Ferienprogramms Wissen über das Ökosystem Wasser näherbringen.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren