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Flohmarkt

29.04.2011

Brauerei-Inventar zugunsten der Kirche im Angebot

Von Sammlern begehrt: Glaskrüge in verschiedenen Ausführungen und Größenordnungen, wie sie auf dem Flohmarkt in Osterberg erworben werden können.
Bild: Foto: lor

Auf dem Deil-Gelände in Osterberg wird ein letztes Mal gehandelt und verkauft

Osterberg Die Zeiten des fröhlichen Schwabenmarkts beim Deilbräu in Osterberg, auf dem mehr Leute anzutreffen waren, als es in Osterberg und Weiler Einwohner gibt, liegen schon etwas zurück. Nun soll dort ein letztes Mal Markt abgehalten werden, ein Flohmarkt mit teils recht alten Utensilien aus Brauereizeiten der Familie Deil. Termin ist Samstag, 14. Mai, von 9 bis 15 Uhr.

Georg Deil, der noch seine Gaststätte betreibt und auch geöffnet hat, hofft nochmals auf viele Gäste, denn mit dem Verkaufserlös wird die Renovierung der Pfarrkirche Osterberg unterstützt.

Daher liegt die Veranstaltung auch in den Händen von Kirchenverwaltung und Pfarrgemeinderat, die sich um Verkauf und Preise kümmern. Letztere sollen den originellen alten Dingen zwar gerecht werden, aber gleichzeitig moderat bleiben, erklärt Kirchenpfleger Martin Rogg. Dass Käthe und Georg Deil den gesamten Erlös aus ausgedienten Brauerei-Utensilien dem knappen Renovierungsbudget der Pfarrkirche St. Peter und Paul zukommen lassen wollen, findet er großartig.

An den ausgedienten Beständen hängen Erinnerungen

Für das Brauer-Ehepaar Käthe und Georg Deil hängen sehr wohl Erinnerungen an den ausgedienten Beständen, die teilweise noch von den Großeltern der beiden stammen. Geboten ist allerlei Gaststättenbedarf, Biergarteninventar oder technisches Gerät wie Kettenzug, Kompressor, Heizlüfter.

Darunter jede Menge an Geschirr, etwa Teller mit den damals typischen Unterteilungen für Fleischgericht und Beilagen. „Aber auch die Würste beim Leichenschmaus wurden da draufgelegt“, erinnert sich wiederum Martin Rogg. So oder so ähnlich wird es manchem Bürger vom Ort gehen, der die Traditionsgaststätte noch von früher kennt. Auch die Vielfalt der Krüge spiegelt Zeitgeschichte wider, aus Steingut oder Glas, in der 0,5- oder 0,4-Version, Letztere typisch für die Zeit zwischen den beiden Weltkriegen, wie Deil weiß. Dazu eine alte Schulbank, altes Werkzeug aus Handwerk und Landwirtschaft, ein Schleifstein, diverse Kuhglocken mit Geschirr, Schaulaternen oder jede Menge an Gartenmöbeln und -Tischen sowie eine hölzerne Bierbar, die auf neue Besitzer warten.

„Eine Ära geht zu Ende“, sagt Georg Deil mit bedauerndem Unterton, „in vielerlei Hinsicht.“

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