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Vöhringen

28.09.2018

Brennender Dachstuhl in Vöhringen löst Großeinsatz aus

Ein brennender Dachstuhl hat am Freitagnachmittag in Vöhringen dutzende Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei auf den Plan gerufen.
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Ein brennender Dachstuhl hat am Freitagnachmittag in Vöhringen dutzende Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei auf den Plan gerufen.
Bild: Wilhelm Schmid

Dutzende Einsatzkräfte eilten am Freitagnachmittag zu einem Haus in Vöhringen. Was passiert ist. 

Großes Aufsehen hat am Freitagnachmittag gegen 15 Uhr ein Brand mitten in Vöhringen erregt: In einem Mehrfamilienhaus an der Ulmer Straße drang dichter Qualm zwischen den Dachplatten im Firstbereich heraus. Das löste einen Großeinsatz aus.

So wurde die Feuerwehr Vöhringen alarmiert, deren Kommandant Sven Görmiller beim Eintreffen am Brandort die Nachbarwehren aus Bellenberg, Illerberg-Thal und Illerrieden zur Unterstützung holen ließ. So waren bald rund 60 Feuerwehrleute an der Brandstelle. Von zwei Seiten aus drangen Einsatzkräfte zu den Rauchquellen vor. Auf der Ulmer Straße waren zahlreiche Löschfahrzeuge in Stellung gegangen, deren Besatzungen über ein Baugerüst nach oben gehen konnten, und von der rückwärtigen Seite des Gebäudes wurde von der Drehleiter aus gelöscht.

In Vöhringen (Lkr. Neu-Ulm) brach im Isoliermaterial eines frisch renovierten Dachstuhls ein Schwelbrand aus.
Video: Wilhelm Schmid

Dazu musste die sogenannte Dachhaut mithilfe von Haken geöffnet werden. Das Dach sowie das gesamte Haus war erst vor Kurzem umfassend renoviert worden. In diesem Zusammenhang stellten sich laut Polizei erste Vermutungen zur Brandursache heraus: Anscheinend habe man, so die Auskunft der Polizeiinspektion Illertissen, vom Baugerüst aus versucht, Efeu, das außen bis zur Giebelspitze empor wuchs, abzufackeln. Dabei, so wird vorläufig vermutet, habe wohl das Isoliermaterial Feuer gefangen und so habe sich ein Schwelbrand in der Isolierung und im Dachgebälk durchgefressen. Das Feuer selbst war nach einer guten Stunde unter Kontrolle, obwohl es schwer zugänglich war. Ständig wurde das Dach weiter geöffnet, um sicher zu stellen, dass keine weiteren verborgenen Glutnester mehr vorhanden waren.

Der Sachschaden könnte nach ersten vorläufigen Schätzungen bis zu 50.000 Euro betragen. Gleich nach Brandausbruch hatte der Rettungsdienst eine Person versorgt, die wohl Rauchgase eingeatmet hatte; ansonsten waren keine weiteren Verletzten zu beklagen. Die Arbeiten der Feuerwehr zur weiteren Absuche nach Glutnestern sowie zur Öffnung der Dachhaut zogen sich bis in den frühen Abend hin. Die Ulmer Straße war zwischen den Einmündungen der Bahnhofstraße und der Frauenstraße gesperrt. (wis)

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